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13. Oktober 2015

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Die Gebudehhe hngt von der Perspektive ab

Wenige Tage vor der Abstimmung zur Umzonung des Lands Rai versuchen die Gegner und Befrworter der Vorlage noch einmal mit allen Krften, die Stimmberechtigten von ihren Argumenten zu berzeugen. Das Pro-Komitee «Ja zum Rai fr unser Bergdietikon», das von der FDP, der SVP und dem Brger-Forum Bergdietikon getragen wird, bat in einem Brief an die Bergdietiker Haushalte noch einmal um Zustimmung fr die Umzonung. Beigelegt war dem Brief die Visualisierung eines Richtprojekts, mit dem die Befrworter eine knftige berbauung auf dem Hanggebiet veranschaulichten.

Genau an dieser Visualisierung stren sich die Gegner vom Komitee NoRai.ch. In einer Broschre, die sie am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche im Dorf verteilt haben, schreiben sie: «Die Befrworter stellen die geplante berbauung aus der Vogelperspektive dar, sodass diese ganz klein wirkt.» Vom «Boden der Realitt» sehe dies ganz anders aus. Um dies zu verdeutlichen, haben die Gegner der Umzonung und der neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO) fr das Land Rai an der eine Profilstange aufgestellt – «mit freundlicher Genehmigung der Grundeigentmerin», wie es in der Info-Broschre heisst. Dabei handle es sich nicht um eine der Parzellen der Gemeinde, sagt Komiteemitglied Steffen Aierle. «Es ist einer der privaten Grundeigentmer, der uns erlaubt hat, die Stange aufzustellen.» Mit dieser wolle das Komitee die Maximalhhe aufzeigen, welche die neue BNO auf dem Land Rai erlauben wrde, so Aierle. Dazu verwende das Komitee «nach bestem Wissen und Gewissen» die bestehenden Informationen – und nach diesen erlaube die BNO Gebude von bis zu 19,5 Metern Hhe.

Einbettung ins Umfeld zeigen
Laut dem Bergdietiker Gemeindeammann Gerhart Isler stellt die Profilstange zwar die maximal zulssige Hhe korrekt dar. «Allerdings ist diese nur fr einen ganz kleinen Bereich gltig.» Darber hinaus sei die Maximalhhe gemss BNO fr diesen Bereich bloss eine theoretische, so Isler. Das vorgesehene Projekt der Baufirma Implenia werde an der Ecke, wo die Profilstange stehe, nur 15,25 Meter hoch, da das Sockelgeschoss zu zwei Dritteln im Boden verschwinde.
Dem Vorwurf der Gegner, die Vogelperspektive der Visualisierung, die sich auch im offiziellen Abstimmungsbchlein der Gemeinde findet, sei bewusst gewhlt, um die berbauung kleiner als in der Realitt wirken zu lassen, widerspricht der Gemeindeammann: «Diese Ansicht wurde gewhlt, um eine mgliche berbauung auf dem Land Rai im Kontext der Umgebung zeigen zu knnen.» Aus einer anderen Perspektive wren die Einbettung und der Vergleich mit den bestehenden Gebuden nicht mglich gewesen.

Auch Werner Weibel (Brger-Forum Bergdietikon) vom Komitee «Ja zum Rai fr unser Bergdietikon» ist berzeugt, dass die Visualisierung eine knftige berbauung realittsgetreu abbildet. «Wir wollen damit aufzeigen, dass eine berbauung in dieser Form ertrglich wre.» Die Darstellung stamme vom Architekturwettbewerb, den Implenia fr ein Richtprojekt fr das Land Rai durchgefhrt hatte. Er knne die Bedenken der Gegner bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, sagt Weibel: «Man sollte bei einem renommierten Bauunternehmen wie Implenia aber ein wenig Vertrauen haben, dass der Hang nicht vollgeklatscht wird.»

Mit der Abstimmung am 18. Oktober (Unterlagen) entscheiden die Bergdietiker ber ein Geschft, das die Gemeinde schon seit Jahrzehnten beschftigt. In den 1980er-Jahren kaufte die Gemeinde drei Parzellen des Landes. 2011 stimmten die Bergdietiker dem Verkauf der Parzellen an Implenia fr 3,97 Millionen Franken zu. Dazu besteht aber lediglich ein Vorvertrag zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen.

Limmattaler Zeitung vom 10. Oktober 2015 (Tobias Hnni)

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