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25. Juli 2017

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Vom Luxus der kurzen Wege

Mit dem Stundenbuch in der Hand geht der Bergdietiker Pastoralassistent Michael Jablonowski die etwa 25 Schritte zur Kapelle. Nur die letzten drei muss er dafür ins Freie gehen, denn der kleine Andachtsraum ist Teil des Hauses, in dem er mit seiner Patchworkfamilie wohnt. Jablonowski und Sabine Stalder haben vor kurzem geheiratet; für beide ist es die zweite Ehe. Fünf Kinder aus den früheren Partnerschaften leben nun im Pfarrhaus: Veronika (13), Paul (12), Lukas (11), Luca (11) und Felix (5). Sabine Stalder arbeitet 70 Prozent als Bauherrenberaterin in einem Zürcher Ingenieurbüro. Sie pendelt jeden Morgen und ist überhaupt beruflich viel unterwegs.

Start in den Tag in der Kapelle

«Felix, die Kapelle ist kein Spielplatz», ermahnt der Vater den Jüngsten, der in Feuerwehrmontur und mit Spritze in der Hand in den katholischen Gebetsraum stürmen will. Hier startet das Ehepaar jeden Morgen mit einem kurzen Gebet in den Tag. Am Abend kommt die ganze Familie zum Tagesabschluss-Gebet zusammen. Der Raum mit Altar, Marienstatue und drei Stuhlreihen kann für gut besuchte Gottesdienste durch bewegliche Wände zum dreimal so grossen Pfarrsaal erweitert werden. «Dann müssen wir still sein und dürfen nicht rumlaufen», meint Paul und gibt zu verstehen, dass das kein Problem ist. Es bleibt auch so genug Zeit für die Kinder, im geräumigen Pfarrhaus-Foyer herumzutoben. Dafür müssen sie aber auch mithelfen, wenn Veranstaltungen stattfinden, etwa Stühle aufstellen und Tische abräumen.

Michael Jablonowski wohnt seit sieben Jahren in dem Haus. Der gebürtige Deutsche studierte in Bonn katholische Theologie, bevor er mit 29 Jahren die Stelle im Pastoralraum Mutschellen mit den Einsatzorten Berikon und Bergdietikon antrat. Zwölf Jahre ist das her. Zunächst wohnte er mit seiner Familie im Honerethof im Bergdietiker Ortsteil Baltenschwil; das Pfarrhaus war zu dieser Zeit noch anderweitig vermietet. Jetzt stehen der Familie fünfeinhalb Zimmer auf 150 Quadratmetern zur Verfügung. «Leben und Arbeit waren vorher doch recht getrennt voneinander. So, wie ich das Haus hier führen wollte, ging das von Dietikon aus nicht. Jetzt bin ich mittendrin im Pfarrleben», freut sich Jablonowski. Er schätzt dieses Privileg, so nahe zu wohnen: «Ich geniesse das sehr.»

Sein geräumiges Büro liegt direkt neben seiner Wohnungstür; manchmal arbeitet auch Sabine Stalder hier ehrenamtlich für die Kirche. «Wenn ich mich hierher zurückziehe, wissen die Kinder, dass sie mich nur im Notfall stören dürfen», so Jablonowski. Wenn das nicht der Fall sei, ziehe er einfach mit dem Laptop rüber ins Wohnzimmer und arbeite dort weiter.

Allerdings arbeitet er nicht nur «im Haus». Er ist auch häufig im Pastoralraum unterwegs und fährt zu einem seiner weiteren Arbeitsplätze, dem Bürgisserhus in Berikon, um der Oberstufe Religionsunterricht zu geben. Da er oft abends dorthin unterwegs ist, gerät er immer mal wieder in den Feierabendverkehr. Dann sage er sich: «Gott sei Dank habe ich das nicht jeden Tag!»

Keine Piratenfahne am Friedhof

Aber auch sonst ist er viel unterwegs. «Seelsorge passiert auf der Strasse. Man darf nicht darauf warten, dass die Menschen zu einem kommen.» Mal schnell zum Volg zu gehen, könne eine Stunde dauern. Besonders gute, lange Seelsorgegespräche führe er auf dem Friedhof, der an das Pfarrhaus grenzt. Diese Lage sei besonders. Er erinnert sich, dass die Kinder in ihrem Abenteuerbereich im Garten eine Fahne aufziehen wollten. Aus der Piratenflagge mit Totenkopf wurde eine Löwenflagge. «Der Tod ist Thema in der Familie. Die Kinder lernen einen natürlichen, aber auch pietätvollen Umgang damit.» Sein Beruf reiche schon ziemlich «in die Familie hinein», gerade auch in Situationen wie der Bestattungsvorbereitung, weiss Jablonowski. Er erachtet das nicht als Nachteil.

Dass er viel zu Hause arbeiten kann, finde die ganze Familie gut. Es entlastet die auswärts arbeitende Mutter, die Kinder haben häufig eine Anlaufstelle für ihre Anliegen und er selbst geniesst die berufliche Flexibilität, die ihm die Wohnsituation bietet. «Hier vor Ort arbeiten zu können, ist ein riesengrosser Vorteil, nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie.»

Limmattaler Zeitung vom 22. Juli 2017 (Text: Gabriele Heigl, Foto: Severin Bigler)

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Personalausflug
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