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29. November 2011

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Endlich kann das Land «Rai» verkauft werden

Es war ein kleiner, dahingeworfener Witz von Gemeindeammann Gerhart Isler, der an der Gemeindeversammlung vom 28. November deutlich machte, wie sehr das Thema Land «Rai» den Gemeinderat belastet. Er würde nun gerne zur Abstimmung kommen, sagte Isler und fügte an: «Ich hoffe, dass wir das Land ‹Rai› dann irgendwann verkaufen können. Ansonsten müssen das dann bald unsere Nachkommen regeln.»

Ein «Riesenbrocken»
Bereits zuvor hatte Isler klar gemacht, was der Gemeinde bei einer Ablehnung des Geschäfts blühen würde: «Wenn wir das Land nicht verkaufen können, schreiben wir rund 3,5 Millionen Franken ab.» Und der Betrag, mit dem das Land zurzeit in der Bilanz geführt ist, sei nun doch ein «Riesenbrocken», so Isler.
Diesen Brocken einfach so abzuschreiben, das wollten die Bergdietikerinnen und Bergdietiker offensichtlich nicht: Grossmehrheitlich, bei 29 Gegenstimmen, stimmten die 149 anwesenden Stimmberechtigten dem Geschäft zu. Konkret bedeutet dies: Der Gemeinderat darf das Land zu einem um 16 Prozent reduzierten Preis – für 250 statt 300 Franken pro Quadratmeter – an die Firma Implenia verkaufen. Der Grund für den reduzierten Verkaufspreis: Das Land «Rai», das am Hang gelegen ist, rutscht. Implenia habe deutlich gemacht, so Isler, dass die Wohnungen, die dort gebaut werden sollen, nicht verkauft werden können, wenn der Quadratmeterpreis zu hoch sei. Dies bestätigte ein Mitarbeiter der Firma Implenia, der an der gestrigen Versammlung anwesend war. Geologen hätten erklärt, dass die Sicherung des Landes durch eine Hangentwässerung möglich sei. Wirtschaftlich sei dies jedoch nur, wenn man das Land zu einem günstigeren Preis kaufen könne. Insgesamt wird die Implenia für das 15 891 Quadratmeter grosse Land nun 3,97 Millionen Franken bezahlen. Im nächsten Frühling sollen Tests durchgeführt werden, die zeigen, ob das Land wie geplant befestigt werden kann. Parallel dazu wird im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens ein Gestaltungsplan erstellt, wie Gemeindeammann Gerhart Isler erklärte. Mitwirkungsverfahren. Dort gehe es dann wirklich «um das Fleisch am Knochen», so Isler.

Lange Geschichte
Das Land «Rai» beschäftigt Bergdietikon schon seit Jahrzehnten. Die Gemeinde kaufte die vier Parzellen zwischen 1980 und 1990. Mit dem Kauf eines der letzten grösseren Baugebiete sollte die Entwicklung der Gemeinde besser steuerbar werden. Bald liess sich jedoch erahnen, dass das Land der Gemeinde Probleme bereiten könnte, da klar wurde, dass teure Spezialmassnahmen nötig sein würden, um die am Hang gelegenen Parzellen zu überbauen.
Im Sommer 2008 dann gab die Gemeindeversammlung dem Gemeinderat die Erlaubnis, das Land bis spätestens 2013 an die Firma Implenia zu verkaufen (Bericht). Die geplante Überbauung konnte jedoch nicht realisiert werden. Auch mit der Suche nach Investoren hatte Implenia wenig Erfolg:
Der letzte der drei Interessenten zog sich im Februar 2011 zurück. Da die Hangsicherungsmassnahmen nach neusten Erkenntnissen zwischen 5 und 7 Millionen Franken kosten, erklärte die Firma Implenia, sie könne ein Projekt nur realisieren, wenn sie das Land günstiger erstehen könne.

Quelle: Limmattaler Zeitung vom 29. Nov. 2011 (Bettina Hamilton-Irvine)

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