Gemeindeverwaltung

Schulstrasse 6
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29. Oktober 2012

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Vom Feld zum Herd

Gross war der Andrang an der Vernissage am Samstag, 27. Oktober, im Bergdietiker Gemeindehaus (). Alt und Jung zeigte in den Kellerräumen des Ortsmuseums sowie im Zelt draussen lebhaftes Interesse an der landwirtschaftlichen Geschichte des Dorfes. So auch die beiden Mädchen Joanna Grüter (12) aus Bergdietikon und Chiara Ariu (9) aus Berikon. Sie bewunderten zusammen den alten Ackerpflug bei der Vogelscheuche, freuten sich am antiken Kochherd, an den ausgestellten Geschichtsbüchern und Dokumenten.
Interessant waren für sie auch die Geräte zwischen den Korngarben oder der Hechel, um Pflanzenfasern zu teilen. Und natürlich lockten für die beiden Körbe, wo sie frisch-fröhlich einen Apfel «stibitzen» durften. «Die Ausstellung fanden wir total spannend, uns hat sie sehr gut gefallen», meinten im Foyer die beiden Cousinen unisono bei frisch gepresstem Apfelsaft und Knabberzeug.

Aufwendigste Ausstellung
«Bereits mit der Recherche zu den beiden letzten Ausstellungen ist uns klar geworden, dass das diesjährige Thema die Landwirtschaft sein muss», sagte Mike Grendelmeier von der Bauverwaltung Bergdietikon an der Vernissage. «Denn die Landwirtschaft ist für Bergdietikon stets ein wichtiger Erwerbszweig gewesen.» So sei die Geschichte mit und um das Kloster Wettingen umso interessanter und heute leider kaum mehr im Bewusstsein der Bevölkerung. «Die zweitausendjährige landwirtschaftliche Geschichte und Entwicklung unserer Region beziehungsweise der Gemeinde herunterzubrechen, hat die Kommission ziemlich gefordert», betonte Grendelmeier.
Im Vergleich zu den beiden anderen Ausstellungen zu den Themen Schule und Kirche sei die aktuelle sicher die aufwendigste Ausstellung der Museumskommission geworden. «Für uns war es geradezu auch eine ‹Materialschlacht›», meinte der stellvertretende Bauverwalter scherzend und fuhr fort: «Für uns war es deshalb wichtig, diese Zeitspanne allgemein verständlich interessant und nicht verstaubt aufzuzeigen und zudem ebenso einen Bogen zur heutigen Landwirtschaft zu schlagen.» Dafür stünden die Farbfotos der jetzigen zwanzig Bauernfamilien. Bergdietikon sei stolz auf «seine» Landwirtschaft. «Wir tun also gut daran, ihr auch entsprechend Sorge zu tragen – und darum ist es wichtig, sie für einmal auch in den Mittelpunkt zu schieben», so Grendelmeier beim Apéro.
Inzwischen werden im Zelt auf dem Parkplatz zahlreiche landwirtschaftliche Produkte wie Äpfel, Konfitüren, Honig, Rapsöl, Sirup, Wein und Graslandfleisch «Angus Beef» von Kälbern aus der Mutterkuhhaltung zum Verkauf angeboten. Dieses Angebot zwischen den Landwirtschaftsgeräten wird rege genutzt.

Quelle: Limmattaler Zeitung vom 29. Okt. 2012 (Christian Murer)


Öffnungszeiten Ortsmuseum
Jeweils am 1. Sonntag des Monats von 10 bis 12 Uhr.
Der Eintritt ist gratis.

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