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24. November 2018

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Massnahmen für unsere Gärten nach Hitze und Trockenheit

Wie ich in meinem letzten Artikel geschrieben habe, waren Juni, Juli und August seit Messbeginn noch nie so trocken wie in diesem Jahr. Der Herbst hat leider auch nicht mehr Regen gebracht, und somit haben wir aktuell das niederschlagärmste Jahr seit 1870. Seit 147 Jahren ist in der Schweiz nicht mehr so wenig Regen gefallen! Das ging an der Natur leider nicht spurlos vorbei. Viele Schäden, vor allem an älteren Bäumen und Nadelgehölzen, werden sich auch erst in den nächsten ein bis drei Jahren zeigen. Auf Grund dieses traurigen Rekords und auf die Bitte vieler Leser hin nehme ich den vierten Artikel dieses Jahres nochmals zum Anlass, auf dieses Thema einzugehen und vor allem aufzuzeigen, was Sie als Vorbeugung oder Schadensbegrenzung für Ihren Garten tun können.

Geschädigte Zierrasenflächen

Bei den Zierrasen, die im Sommer nicht oder nur wenig bewässert wurden, haben sich nach dem August teils massive Schäden gezeigt. Erstaunlicherweise haben sich die gut ernährten Rasen, also jene, bei denen im Sommer nochmals gedüngt wurde, wieder schnell und recht gut erholt, so dass die Schäden meist mit gezielter Unkrautbekämpfung und stärkerem Vertikutieren wieder behoben werden konnten.

Wichtig ist jetzt, dass bei den im Herbst vertikutierten oder neu gesäten Flächen bis Ende Jahr noch mindestens einmal wöchentlich gewässert wird, sollte kein Regen fallen. Die Herbst/Winter-Düngung ist dieses Jahr für Ihren Rasen besonders wichtig, da diese Dünger kaliumhaltig sind und auch als «Frostschutz» für die Rasengräser fungieren. Die Winterdüngung ist auch eine vorbeugende Unterstützung gegen Pilzkrankheiten im Rasen. Sie können diese Düngung auch noch im Dezember ausführen, sollten Sie das noch nicht erledigt haben.

Bevor Sie den Rasenmäher einwintern (oder noch besser gleich in den Service bringen, damit er im Frühling wieder zuverlässig läuft und gut schneidet), bitte die Rasenfläche im Dezember nochmals auf 4 cm runterschneiden. Der Rasen sollte nicht höher als 5 cm in die Weihnachtsferien starten. Zu lange Gräser können durch Schnee an den Boden gedrückt werden, wo im Frühjahr auf Grund von Gärung durch Bodenkontakt Schneeschimmel entstehen kann. Pilzkrankheiten waren in den Rasenflächen auch diesen Herbst ein Thema. Jedoch empfehle ich bei sinkenden Temperaturen keine Bekämpfung mehr. Es ist aber wichtig, dass Sie Ihren Rasen im Frühjahr bei wieder steigenden Temperaturen gut beobachten, ob die Schadbilder rauswachsen oder stärker werden. Bei stärker werdenden Schadbildern über den Winter oder im Frühling empfehlen sich dann entsprechende Massnahmen. Wichtig ist bezüglich Rasenernährung, dass Sie die Langzeitdüngung Ihres Rasens bereits im März veranlassen, damit er schnell wieder gestärkt wird und gut ins neue Gartenjahr starten kann. Die Bekämpfung breitblättriger Unkräuter im Rasen kann ab Mitte/Ende April wieder erfolgen.

Leidende Gehölze

Bei den laubabwerfenden Gehölzen wurden früh im Jahr viele Schadensymptome sichtbar, jedoch werden sich da die meisten Pflanzen fürs Erste mit einem Neuaustrieb im Frühjahr aus den noch intakten Pflanzenteilen wieder erholen. Was jetzt an Zweigen schon dürr ist, dürfen Sie abschneiden bzw. entfernen. Sie sehen beim Rückschnitt meist gut, was im Innern der Zweige noch intakt (grün) ist. Auf jeden Fall empfiehlt sich im Januar bis März, nachdem sich der Blattzucker in den Pflanzen zurückgezogen hat, ein fachgerechter Winterschnitt. Beim Winterschnitt werden die Sträucher und Bäume ausgelichtet und somit verjüngt, krankes und totes Holz entfernt. Beim Schneiden lassen sich Pflanzen formen oder die natürliche Wuchsform und die Blütenpracht fördern.

Die immergrünen Gehölze zeigen uns die Schadbilder leider erst dann, wenn es meist schon zu spät ist, um geeignete Massnahmen einzuleiten. Viele Koniferen sind aktuell bereits am Absterben oder zeigen uns durch ihre überdurchschnittliche Zapfenbildung (Samenbildung – die Natur ist darauf programmiert, sich fortzupflanzen, wenn die Mutterpflanze bedroht ist), dass sie am Leiden sind. Je nach Intensität bzw. Stadium des Schadbildes lohnt sich ein Zuwarten bis im April oder Mai, um herauszufinden, ob die Pflanze sich erholen kann. Bei den immergrünen Blattpflanzen können Hitze- oder Trockenschäden aus kosmetischen Gründen bereits jetzt schon entfernt werden. Wenn möglich empfehle ich aber zuzuwarten, damit im Falle eines frostreichen Winters noch eine Pufferzone besteht. Dann können Triebe mit Frostschäden ebenfalls im März entfernt werden, wenn der Rückschnitt an immergrünen Pflanzen sinnvoll ist.

Damit im Frühjahr der Neuaustrieb bei unseren Pflanzen optimal unterstützt wird, ist es wichtig, dass Neupflanzungen bis an Weihnachten wöchentlich mindestens einmal tiefgründig gewässert werden, sollte der Regen ausbleiben. Der Wurzelballen darf auf keinen Fall trocken einfrieren. Vor allem zum Zeitpunkt des Neuaustriebs im Frühjahr muss die Pflanze dann optimal mit Wasser versorgt sein. Immergrüne Pflanzen benötigen auch im Winter Wasser. Wenn kein Niederschlag fällt, empfehle ich, wenn es die Temperaturen erlauben, im Winter kurzzeitig den Aussenhahn in Betrieb zu nehmen und alle immergrünen Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Vergessen Sie danach aber nicht, die Gartenleitung wieder winterfest zu machen. Schnee ist übrigens erst wasserverfügbar, wenn er schmilzt. Ebenfalls den Neuaustrieb unterstützt die gezielte Düngung im Frühjahr. Diese kann organisch oder mineralisch erfolgen. Sobald die Temperaturen im Frühjahr dann wieder milder werden, kontrollieren Sie Ihre Pflanzen bitte auch wieder auf Krankheiten und Schädlinge. Angeschlagene Pflanzen sind anfälliger.

Fürs nächste Jahr wünschen wir Natur- und Pflanzenfreunde wieder ein ausgewogeneres Klima. Zum Jahresende hin wünsche ich Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Stefan Häusermann, Eidg. dipl. Gärtnermeister

Bild: Abgestorbener Fichtenwald (Adobe Stock)

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