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Chatten mit dem Ortsmuseum

Das Ortsmuseum erklärt, wie der KI-Chat der Geschichtskarte funktioniert. Er versteht alle Arten von Fra-gen in rund 90 Sprachen und generiert seine Antworten aus der umfangreichen Wissensdatenbank des Museums. Probieren Sie es einfach aus!

Der KI-Chat auf der digitalen Geschichtskarte von Bergdietikon nutzt ein sogenanntes Retrieval Augmented Generation System (RAG). Das bedeutet: Die künstliche Intelligenz bildet ihre Antworten ausschliesslich aufgrund der Wissensdatenbank des Ortsmuseums Bergdietikon und deren gesammelten Informationen.

Diese Sammlung umfasst zahlreiche Geschichten über Familien, Personen und Ereignisse aus der Gemeinde. Ergänzt wird sie durch geprüfte Quellen wie das Buch «Grenzen überschreiten», Unterlagen des Kantons, Wikipedia und weitere verlässliche Webseiten. So entsteht eine umfassende Wissensdatenbank über Bergdietikon, die es ermöglicht, die lokale Geschichte auf neue und interaktive Weise zu entdecken.

Eine Beispiel-Frage: «Welche Überfälle gab es auf die Poststellen in Bergdietikon, was kannst du darüber erzählen?»
Bevor der KI-Chat eine solche Frage beantwortet, wird sie zunächst analysiert. Das System erkennt die Begriffe und deren Synonyme oder ähnliche Formulierungen. Es ist tolerant gegenüber Tippfehlern, versteht rund 90 Sprachen und vereinfacht komplizierte Eingaben. Auf diese Weise wird jede Frage so vorbereitet, dass sie präzise von der KI beantwortet werden kann.

Im nächsten Schritt sucht das System passende Inhalte in der Wissensdatenbank und leitet diese zusammen mit der Frage an die künstliche Intelligenz weiter. Die KI erhält zudem Hinweise, in welchem Sprachstil sie antworten soll. So entsteht eine präzise Antwort, die ausschliesslich auf der vorhandenen Wissensdatenbank basiert.

Die Antwortregeln sind so eingestellt, dass die Wortwahl flexibel bleibt und die KI ihre Formulierungen variieren kann. Wiederholte Fragen können unterschiedlich formuliert beantwortet werden. Inhaltlich jedoch bleiben die Antworten gleich. Es sei denn, die zugrundeliegende Wissensbasis wurde verändert.

Die Antwort des Geschichtskarten-Chats

In der Geschichte von Bergdietikon wurden zwei Überfälle auf Poststellen dokumentiert, die jeweils für Aufsehen in der Gemeinde sorgten. Beide Ereignisse zeichnen sich durch die mutigen Reaktionen der Betroffenen und die folgenschweren Konsequenzen für die Opfer aus.

Überfall auf Post Bergdietikon 1988

Am 24. November 1988 erlebte die Poststelle Bergdietikon einen dramatischen Überfall. Der Posthalter Peter Wyser und ein PTT-Chauffeur befanden sich im hinteren Teil des Gebäudes, als ein mit einer Waffe bewaffneter und vermummter Täter eindrang. Peter Wyser reagierte sofort mit einem lauten Hilferuf «Überfall!» und suchte Schutz hinter einem kleinen Postwagen. Der Angreifer schlug den Chauffeur nieder und feuerte einen Schuss ab, der Peter Wyser am Hals streifte. Trotz des gewaltsamen Vorgehens flüchtete der Täter ohne Beute. Beide Opfer mussten aufgrund ihrer Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Besonders tragisch ist, dass Peter Wyser sich nie vollständig von den Folgen dieser schweren Verletzung erholen konnte.

Überfall auf Poststelle 1966

Der zweite dokumentierte Überfall fand am 11. August 1966 statt. Während der Posthalter Müller auf seiner Tour war, betrat ein unbekannter Mann das Postbüro. Zunächst täuschte der Mann harmlose Absichten vor, indem er eine Postkarte verlangte und zu beschriften begann. Plötzlich änderte sich jedoch sein Verhalten dramatisch: Er zog eine Maske über und bedrohte die anwesende Posthalterin mit einer Pistole. Nachdem er die Posthalterin Müller mit den Worten «Hände hoch» bedroht hatte, drückte er sie gegen einen Packtisch und schlug ihr mit einem Kilostein auf den Kopf. Trotz schwerer Verletzungen gelang es der Posthalterin, in ihre Wohnung zu fliehen und laut um Hilfe zu rufen. Der Räuber verliess daraufhin das Postbüro, ebenfalls ohne Beute gemacht zu haben.

Diese beiden Überfälle zeigen zum einen die Risiken, denen Postmitarbeiter ausgesetzt sein können, und zum anderen die Resilienz und den Mut der betroffenen Personen in extremen Situationen.