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Shopping zwischen Fachwerkhäusern
Die diesjährige Vereinsreise am 25. September führte die Landfrauen nach Colmar und entwickelte sich zu einem wahren Abenteuer, war doch nur schon das Organisieren des Morgenkaffees eine wahre Odyssee.
Kurz vor 8 Uhr am Morgen. Einige Landfrauen stehen schon an der Bushaltestelle Riedwies, als ich ankomme. Der Tag unserer Reise ist da, aber wo bleibt das schöne Wetter? Sonst lacht doch die Sonne am Himmel, wenn die Landfrauen ausfliegen! Aber wir lassen uns die gute Laune durch Wolken und etwas Nieselregen nicht verderben.
Einen Kaffeehalt gibt es nicht, wurde uns angekündigt, aber während der Fahrt können wir uns auf Kaffee und Gipfeli freuen. Schon beim Einsteigen sehen wir die Gipfeli, und das Wasser läuft dem einen und anderen schon im Mund zusammen. Aber – tja, da gibt es ein Aber – unsere liebe Schofföse Erika hat die Kapseln vergessen (oder sie wurden nicht bereitgelegt). Landfrauen wissen sich zu helfen, und so fahren wir bei Brugg von der Autobahn ab (da gibt es einen kleinen Coop) und gehen einkaufen. Doch oh weh! Kapseln für diese Maschinen gibt es dort nicht!
Der lange Weg zum Morgenkaffee
Wie schon erwähnt: Zusammen sind wir stark und kreieren sofort Lösungsvorschläge. Also wird der Kaffeeshop «überfallen» und zwanzig Kaffee to go geholt. Glücklich, mit Kaffee und Gipfeli für alle, geht die Fahrt weiter bis nach Colmar. Auf Höhe Basel verlangsamt sich der Verkehr zwar, aber trotzdem kommen wir gut durch und erreichen Colmar um 10.45 Uhr.
Auf der Fahrt werden wir vom Vogel «Alsace» begleitet, einem Storch, der einfach jeden Ton wiederholt. Vorne lachen einige Frauen, hinten habe ich gerade den Vogel etwas gefragt. Die Antwort kommt postwendend: Er wiederholt von vorne das undeutliche Schwatzen der Frauen und auch das, was ich zu ihm gesagt habe. Wir lachen Tränen, und Alsace wiederholt unser Lachen, so dass auch wir wieder lachen müssen.
Einige haben die Reise mit gemeinsamem Mittagessen gebucht. So folgen diese Frauen Helen, die uns das Restaurant zeigt. Es bleiben noch zwanzig Minuten, bis wir zum Essen erwartet werden, also machen wir schon mal einen ersten kleinen Rundgang im Bereich Unterlinden. Flammkuchen und ein Minisalat werden uns serviert. Zum Dessert ein Stück Glace, leider lieblos und ungarniert auf einem weissen Teller. Schade, denn das Auge würde ja mitessen.
Mit dem Zügli durchs Shopping-Paradies
Danach verstreuen sich die Landfrauen in der Altstadt, und ich kann nur staunen über die schönen Fachwerkhäuser. Es gibt auch viele Geschäfte – ein Paradies für Shoppingliebhaber. Wir machen eine Rundfahrt mit dem Zügli. So bekommen wir die wichtigen Punkte und spannenden Ecken per Kopfhörer erklärt und sehen sehr viel von der schönen Altstadt.
Wir machen uns auf und suchen die Markthalle, wo wir vorher vorbeigekommen sind. Die Gässli sind manchmal etwas verwirrend, aber immer wieder bleiben wir stehen und bewundern die teils auch lustig dekorierten Fachwerkhäuser. Nach dem Besuch der Markthalle ist mein Rucksack unerklärlicherweise um einiges schwerer geworden. Dabei habe ich ja nur ein paar kleine Stücke Käse gekauft … und einen Wein … und einen Cider … Wegen dem Käse darf ich den Rucksack im Car nicht mehr öffnen, sonst glauben alle, ich hätte meine Schuhe ausgezogen.
Irgendwann brauchen wir eine Pause, und wir treffen noch andere Landfrauen, die die gleiche Idee haben. Gemeinsam setzen wir uns in ein Café.
Nochmals eine kleine Runde, und dann ist es schon Zeit, zum Car zurückzugehen. Die Sonne hat nur einmal kurz nach uns Ausschau gehalten, um schnell den Wolken wieder Platz zu machen. Von den Wolken und ihrem Nieselregen, der immer wieder einmal herunterkam, haben wir uns nicht beeindrucken lassen.
Ich denke, es hat allen gut gefallen, und wir hatten einen schönen Tag – mit mehr oder weniger gefüllten Taschen auf der Rückreise.
Die Freiheitsstatue aus nächster Nähe
Mit einer Rundfahrt um die Kopie der amerikanischen Freiheitsstatue geht es auf den Heimweg. Aber wieso steht eine Kopie dieser Statue in Colmar?
Die Freiheitsstatue wurde vom französischen Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi entworfen und in Zusammenarbeit mit dem französischen Ingenieur Gustave Eiffel gebaut, der später für den Entwurf des Eiffelturms berühmt wurde. Die Statue war ein Gemeinschaftswerk von Frankreich und den Vereinigten Staaten. Der Sockel wurde vom amerikanischen Architekten Richard Morris Hunt entworfen. Die Statue wurde in Paris vorgefertigt und zerlegt nach New York verschifft. Das Original steht auf Liberty Island im New Yorker Hafen, wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht und ist ein Geschenk Frankreichs an die Vereinigten Staaten.
Danke derjenigen, die die Idee hatte, nach Colmar zu gehen.
Danke an Helen für die Organisation.
Danke dem Vorstand fürs Mittragen.
Danke an Erika Brumann für die sichere Fahrt.
Ich freue mich schon aufs nächste Mal.
Patrizia Bleiker