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Hochaktuell: Mit der FDP auf dem Waffenplatz

Der Herbstanlass der FDP Bergdietikon führte die Interessierten dieses Jahr auf den Waffenplatz Reppischtal. Die abwechslungsreichen Führungen und Präsentationen boten spannende Einblicke in diesen modernen, vielseitigen und wichtigen Betrieb.

zVg

Das Thema Sicherheit beschäftigt die Welt wieder stärker denn je, auch auf lokaler Ebene. Grund genug für die FDP Bergdietikon, beim diesjährigen Herbstanlass einen Blick hinter die Kulissen des nahegelegenen Waffenplatzes Reppischtal zu werfen. Das Gemeindegebiet grenzt direkt an das Areal, und Gemeindeammann Ralf Dörig ist Mitglied der Betriebskommission – beste Voraussetzungen also für einen spannenden Einblick.

Rund zwanzig Interessierte folgten der Einladung zum öffentlichen Anlass. FDP-Präsidentin Françoise Oklé begrüsste die Teilnehmenden herzlich und dankte Michael Haeringer, Chef Militärbetriebe Zürich, für den freundlichen Empfang. Als kleines Zeichen der Wertschätzung überreichte sie ihm einen Geschenkkorb.

Einblick in einen vielseitigen Standort

Zu Beginn informierte Michael Haeringer über die wichtigsten Fakten zum Waffenplatz Zürich-Reppischtal, der im Eigentum des Kantons Zürich steht. Er wurde am 10. April 1987 eröffnet und steht seither auf den drei Säulen Landwirtschaft, Erholung und Militär. Hauptnutzer der Anlagen sind heute die Infanterie-Durchdienerschulen 14 (Inf DD S 14) sowie die Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK). Während rund hundert Tagen im Jahr führt die Militärverwaltung zudem Orientierungstage und Wehrmännerentlassungen durch.

Das Gelände umfasst 301 Hektaren, wovon rund ein Drittel militärisch genutzt wird. Der Rest verteilt sich auf Forst- und Landwirtschaft. Das 34 Kilometer lange Strassen- und Wegnetz liegt auf den Gemeindegebieten Birmensdorf und Urdorf und wird von Dietikon, Bergdietikon, Berikon und Rudolfstetten-Friedlisberg umrahmt.

Orientierungstage: Den passenden Weg finden

Ein besonders spannender Teil des Abends war die Präsentation von Sabrina Hauri, stellvertretende Sektorleiterin Orientierungstage im Kanton Zürich. Sie zeigte auf, wie junge Menschen ihren Platz in der Armee finden können – nicht nur als Kämpferinnen und Kämpfer, sondern auch in technischen, unterstützenden oder helfenden Funktionen.

Zur besseren Orientierung werden die Aufgabenbereiche in vier Teams gegliedert:

  • Team Technik
  • Team Unterstützung
  • Team Hilfe
  • Team Kämpfer

Ziel dieser Orientierungstage ist es herauszufinden, welches Team am besten zu den individuellen Fähigkeiten passt – eine wertvolle Grundlage für die spätere Rekrutierung. Übrigens: Für Frauen werden spezielle Orientierungstage angeboten.

Ausbildung im Gelände

Nach einer kurzen Verschiebung auf den Stierliberg übernahm Oberstleutnant Thomas Plüss, stellvertretender Kommandant der Infanterie-Durchdienerschule 14. Er gewährte einen Einblick in Ausbildung und Aufgaben der modernen Infanterie. Besonders eindrücklich war zu sehen, wie praxisnah die Ausbildung im Gelände stattfindet – ob im Nahkampf oder im Angriffstraining. Die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden zeigten, wie sehr die aktuelle geopolitische Lage auch die Zivilgesellschaft bewegt.

Die zunehmende Unsicherheit in der Welt ist denn auch einer der Gründe, weshalb der Bund die Zahl der Durchdienerschulen erhöht hat: um im Bedarfsfall rascher auf mehr ausgebildete Soldaten zurückgreifen zu können.

Nachhaltigkeit und Technik im Fokus

Oliver Rupar, Chef Gebäudetechnik, führte anschliessend durch die wichtigsten Gebäude des Waffenplatzes. Mit 32’000 Quadratmetern Gebäudefläche und Unterkunftsmöglichkeiten für rund 700 Personen zählt die Kaserne Reppischtal zu den meistgenutzten der Schweiz.

Büros, Schulungsräume, Mehrzweckhalle, Küchen, Kantine, Restaurant, Bundes-Tankstelle – der Betrieb ist logistisch anspruchsvoll. Umso beeindruckender sind die Anstrengungen für mehr Nachhaltigkeit: Das gereinigte Abwasser der ARA Birmensdorf wird als Energiequelle genutzt. Eine grosse Wärmepumpe entzieht dem Wasser vier Grad Wärme, bevor es in die Reppisch zurückfliesst.

Das leicht kühlere Wasser kommt der Fauna zugute, insbesondere den Fischen. Die Anlage deckt den Wärmebedarf bis zu Temperaturen um den Nullpunkt, nur bei Spitzenlasten springt eine Ölheizung ein.

Ein gelungener Abschluss

Beim abschliessenden Apéro bot sich Gelegenheit, die vielen Eindrücke Revue passieren zu lassen und in entspannter Atmosphäre zu diskutieren. Ausgeschenkt wurden unter anderem zwei wunderbare, hauseigene Weine mit schön gestalteten Etiketten.

Die FDP Bergdietikon dankt dem gesamten Team unter der Leitung von Michael Haeringer für die hervorragende Organisation, den spannenden Einblick und den reichhaltigen Abschluss. Ebenso gilt der Dank dem FDP-Vorstand, der es immer wieder versteht, aktuelle und relevante Themen in seine Veranstaltungen aufzunehmen.

Sind Sie gluschtig geworden? Die Anlässe der FDP Bergdietikon sind öffentlich und werden jeweils in der Bergdietiker Ziitig sowie hier angekündigt. Schauen Sie doch beim nächsten Mal vorbei – es lohnt sich!

Redaktion
Werni Weibel