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Feuerwehrübung: Das Gelbe Schulhaus steht in Flammen!

Petrus muss ein Bergdietiker sein: Herrliches Herbstwetter brachte erneut einen Besucherrekord! Zur abwechslungsreichen Hauptübung 2025 waren erstmals explizit auch die Neuzuzüger eingeladen – und alle konnten etwas erleben!

zVg

Der Kommandant Stefan Brandenburger begrüsste bei herrlichem Sonnenschein und milden Temperaturen die zahlreichen Anwesenden zur Hauptübung am 18. Oktober der Feuerwehr Bergdietikon. Als zusätzliche Gäste konnten auch die Neuzuzüger der Gemeinde Bergdietikon begrüsst werden. Der Gemeinderat versucht auch hier, neue Wege zu gehen, indem dieser Anlass mit einem Vereinsanlass verbunden wird. Die jährliche Hauptübung eignet sich im besonderen Mass für diese Kombination, und, wer weiss, vielleicht begeistert sich der eine oder andere für die Feuerwehr – die Rekrutierung stand ja am 29. Oktober kurz davor. Erfreulich war auch die Teilnahme vieler benachbarter Feuerwehren.

Folgendes Übungsszenario lag dieser Hauptübung zugrunde: «Brand im 2. Obergeschoss des Gelben Schulhauses. Vandalismus als Ursache mit brennenden Abfallkörben mit starker Rauchentwicklung. Das Treppenhaus ist nicht begehbar. In zwei Schulzimmern sind mehrere Schulkinder eingeschlossen und müssen gerettet werden.»

Pünktlich um 14.01 Uhr erfolgte die Alarmierung, und kurz darauf trafen die ersten Feuerwehrleute auf dem Schadenplatz ein. Aufgrund der günstigen räumlichen Situation – das Feuerwehrdepot befindet sich direkt auf dem Schulhaus-Campus – trafen auch die Fahrzeuge kurz darauf ein. Die Chargierten begannen sofort mit der Rekognoszierung. Der Einsatzleiter, Miguel Luz, konnte gezielt informiert werden, und so traf er auch die ersten Dispositionen. Eine besondere Herausforderung für den Einsatzleiter war der Umstand, dass Mannschaft und Fahrzeuge praktisch gleichzeitig eintrafen. Zu seiner Unterstützung setzte er einen Offizier für die Rettungen und einen Offizier Front mit Atemschutzmaske ein. Da ein solcher Brand als gross eingestuft wird, wurde auch unser Stützpunkt Dietikon alarmiert.

Teamarbeit vom Feinsten

Alles ging Schlag auf Schlag. Die bestens eingespielte Maschinerie «Feuerwehr Bergdietikon» stellte ihre Fähigkeiten unter Beweis. Die Einsatzleitung, unterstützt von einem weiteren Offizier, der zugleich auch das Journal führte, erteilte klare Befehle. Währendem sich der Atemschutz für den Einsatz in Stellung brachte, wurden bereits die Leitern in Position gebracht, und die Rettungen konnten kurz darauf ausgeführt werden. Leitungen zur Absicherung der Arbeiten wurden befohlen, und der Atemschutz drang ins Gebäude ein. Die Lüfter wurden in Stellung gebracht, um den Rauch möglichst rasch aus dem Gebäude zu verdrängen und damit auch die Arbeit des Atemschutzes zu erleichtern. Kurz darauf konnten die Rettungen der gefährdeten Schülerinnen und Schüler vorgenommen werden.

Bei diesem Einsatz ging es darum, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Bergdietikon unter Beweis zu stellen – und bei diesem Objekt ganz dringend auch die Zusammenarbeit mit dem Stützpunkt. Wie immer und ohne grosses Aufhebens hat die Verkehrstruppe für einen sicheren Verkehr im Bereich des Campus gesorgt. Auch das Elektroteam unternahm alle notwendigen Massnahmen, um das Gebäude stromlos zu machen. Die Sanität könnte ihrer Arbeit nachgehen und die Geretteten in Empfang nehmen.

«Übung erfüllt!»

Bei der anschliessenden Übungsbesprechung konnte der Übungsleiter, Sandro Casanova, sowohl der Mannschaft wie auch den Chargierten, Offizieren und dem Einsatzleiter ein sehr gutes Zeugnis aussprechen. Für diesen Einsatz gilt für alle: Übung erfüllt!

Während die Mannschaft am Retablieren war, die Schläuche aufrollte, das Material an seinen Platz zurückbrachte, nutzte Stefan Brandenberger die Gelegenheit, dem Publikum die vorbereiteten Erlebnisposten kurz zu erklären. Die Zuschauer konnten sich auf eindrückliche Art und Weise mit dem «Handwerk» der Feuerwehr auseinandersetzen. Spannend war auch der Einblick des Elektrocorps: Worauf ist im Zusammenhang mit der elektrischen Hausversorgung zu achten, respektive was sollte nicht gemacht werden? Überlassen Sie alles den Spezialisten der Feuerwehr! Auch die Sanitätstruppe gab den Zuschauern einen Einblick in ihr Aufgabengebiet im Rahmen der Feuerwehr, und wer wollte, konnte eine Beatmungsübung an einem Phantom probieren. Die Einsatzfahrzeuge, wie immer ein Publikumsmagnet, begeisterten vor allem die jüngsten Besucher.

Mini-TLFs mit Wasserkraft

Wer in diesem Jahr auf den Klassiker der Kübelspritze mit Blechdosen wartete, wartete vergebens. Es gab erstmals einen neuen Renner: Die «Chefbastlerin Tine» wartete mit einer neuen Überraschung auf, zwei kleinen TLFs, die auf einen gefüllten Schlauch gesetzt und mittels eines Wasserstrahls fortbewegt werden. Ein spannendes Rennen – und ein Volltreffer, wie die Fotos zeigen!

Bei den anschliessenden Beförderungen betonte Kommandant Stefan Brandenburger die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und der permanenten Übungen und bedankte sich bei seinen Kolleginnen und Kollegen für diesen grossartigen Einsatz auch im Jahr 2025. Ralf Dörig, Gemeindeamman, Ressortleiter Feuerwehr und Altkommandant, bedankte sich im Namen der Behörden und der ganzen Bevölkerung bei allen Feuerwehrangehörigen für die erbrachten Leistungen in diesem Jahr.

Befördert wurde: Peter Lohmann zum Gefreiten.

Zu einem anschliessenden Apéro mit reichhaltigem Buffet wurden alle Besucher eingeladen, und alle waren sich einig: Bergdietikon hat eine Top-Feuerwehr mit ausgezeichneter Kamerad- und Einsatzbereitschaft – darauf dürfen wir stolz sein.

Gegen sechs Uhr trafen sich dann die Feuerwehrler mit ihren Angehörigen, zahlreichen Gästen und vielen Ehemaligen in der Turnhalle, um einen gemeinsamen Abend mit Gala-Dinner zu feiern. Übrigens schon traditionell, dass der Sportverein den Service für diesen Abend übernimmt. Der offizielle Teil wurde wie immer mit den Ehrungen abgeschlossen.

Im Namen aller Teilnehmenden ein herzliches Dankeschön den Organisatoren für diesen lässigen und gemütlichen Abend! Auch ein grosses Dankeschön an den Sportverein für den guten Service – einmal mehr blieben bei den Gästen keine Wünsche unerfüllt.

Redaktion
Werni Weibel