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Gute Startbedingungen für die Jugendarbeit
Mit der Vergabe der Offenen Jugendarbeit an die Mojuga-Stiftung hat sich Bergdietikon Ende 2024 für eine Professionalisierung des Angebots entschieden. Die Halbzeit des zweijährigen Pilotprojekts ist nun vorüber. Eine Bestandesaufnahme.
Das erste Jahr der Offenen Jugendarbeit stand ganz im Zeichen des Beziehungsaufbaus – sowohl zu den Jugendlichen als auch zu anderen Akteurinnen und Akteuren im Jugendbereich. Jeweils am Freitagabend öffnet Joel Giger das Jugi, zunächst für die Mittelstufe, anschliessend für die Oberstufe. Beide Öffnungszeiten sind gut besucht, bis zu 15 Jugendliche schauen regelmässig vorbei, um zu plaudern, Musik zu hören, zu spielen und zu backen. Besonders gerne gehen die Jugendlichen mit dem Jugendarbeiter auf den nahegelegenen Sportplatz Fussball spielen. Während der Metzgete im vergangenen September waren sogar rund vierzig Jugendliche im Jugi.
Joel Giger nimmt die Jugendlichen als aufgeschlossen und zugänglich wahr. Dass die Kontakte dennoch weitgehend oberflächlich bleiben, entspricht den Erwartungen: Vertrauen braucht Zeit, doch erfahrungsgemäss werden sich die Beziehungen in den nächsten Monaten zunehmend vertiefen, so dass sich Jugendliche auch in schwierigen Momenten oder mit Anliegen an die Jugendarbeit wenden können. Ein erstes Anzeichen für sich festigende Beziehungen ist etwa der deutlich erkennbare Partizipationswille: Die Jugendlichen gestalten ihre Zeit im Jugi aktiv und haben viele Ideen für eine Umgestaltung der Räumlichkeiten. Das Jugi entsprechend der Bedürfnisse der Jugendlichen und mit ihnen gemeinsam einzurichten, steht auf der Agenda des laufenden Jahres.
Im öffentlichen Raum
Joel Giger ist regelmässig im öffentlichen Raum und im Schulbus unterwegs, um Kontakt zu jenen Jugendlichen aufzubauen, die nicht ins Jugi kommen. Dabei handelt es sich um Oberstufenschülerinnen und -schüler, die zwar am räumlichen Angebot wenig Interesse haben, sich der Jugendarbeit gegenüber aber offen zeigen und sich gerne auf Gespräche oder eine gemeinsame Sporteinheit einlassen.
Wertvoll sind auch die gelegentlichen Begegnungen mit Eltern auf dem Pausenplatz; sie stärken das Vertrauen und ebnen Eltern den Weg, sich bei Bedarf an die Jugendarbeit zu wenden. Gerade deshalb waren auch die Rundgänge an der Metzgete so wertvoll. Dabei kam Joel Giger mit vielen Eltern ins Gespräch und stellte Kindern und Jugendlichen die Angebote der Jugendarbeit vor.
Ein tragendes Netz
Eine gute Beziehung mit der erwachsenen Bevölkerung und Institutionen im Umfeld der Kinder und Jugendlichen ist für eine gelingende Jugendarbeit unabdingbar. Joel Giger hat zusammen mit dem Jugendbeauftragten, Christian Hofmann, unzählige Gelegenheiten genutzt, um Beziehungen zu Schule, Schulsozialarbeit, Hauswartung, Familienverein, Turnverein und Feuerwehr zu pflegen.
In den Sommermonaten nahm die Jugendarbeit an Veranstaltungen teil, die der regionalen Vernetzung dienten: etwa der Austauschsitzung «Jugend Limmattal» von den Kantonspolizeien Aargau und Zürich sowie dem Netzwerktreffen der Schulen Dietikon und Spreitenbach. In letzterem Gefäss arbeitete die Jugendarbeit Bergdietikon zusammen mit den Jugendarbeitsstellen Dietikon und Spreitenbach sowie der Schulsozialarbeit an gemeinsamen präventiven Ansätzen. Diese intensive Vernetzung ermöglicht, angemessen und gemeinsam auf Trends und Entwicklungen zu reagieren.
Insgesamt blickt die Offene Jugendarbeit Bergdietikon zufrieden auf die erste Halbzeit des Pilotprojekts zurück. Sie wurde sowohl von den Jugendlichen als auch von Gemeinde, Schulen und anderen Akteurinnen und Akteuren im Jugendbereich wohlwollend empfangen und fand so ideale Startbedingungen vor.
Kontakt und Informationen
Die Mojuga-Stiftung leistet im Auftrag der Gemeinde die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Bergdietikon. Unter jugendarbeit-bergdietikon.ch finden Sie Informationen zu Aktionen und Projekten, zum Team der Jugendarbeit und den aktuellen Öffnungszeiten der Jugendräume sowie interessante Elternratgeber zu Jugendthemen.
Christian Hofmann, Regionaler Jugendbeauftragter, christian.hofmann@mojuga.ch