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Der Zukunft entgegen
Die Kirchgemeinden Berikon-Rudolfstetten-Bergdietikon, Eggenwil-Widen und Oberwil-Lieli prüfen derzeit den Zusammenschluss zu einer Kirchgemeinde. Georges Rey, der Präsident des Kirchgemeindeverbands, steht Rede und Antwort zu diesem Projekt.
Aktuell läuft ein Projekt, um den Zusammenschluss der drei Kirchgemeinden im Pastoralraum am Mutschellen zu einer Kirchgemeinde zu prüfen. Wie stellen Sie sich als Präsident des Vorstands des Kirchgemeindeverbands zu diesem Projekt?
Als Mitinitiator eines möglichen Zusammenschlusses stehe ich mit voller Überzeugung hinter dem Projekt. Vor dem Hintergrund der zukünftigen Herausforderungen – Mitgliederschwund, begrenzte finanzielle Mittel und ein zunehmender Mangel an kirchlichem Personal – müssen wir näher zusammenrücken und unsere Ressourcen bündeln, um in Zukunft eine tragfähige katholische Kirche am Mutschellen zu gewährleisten. Der Zusammenschluss unserer drei Kirchgemeinden ist dafür der einzig richtige Weg.
Wo sehen Sie den Mehrwert eines solchen Zusammenschlusses für die einzelnen Kirchgemeinden?
Den Mehrwert eines solchen Zusammenschlusses sehe ich vor allem in folgenden Punkten: Reduktion des organisatorischen und finanziellen Aufwands durch die Vermeidung von parallelen Strukturen in mehreren Kirchgemeinden, einfachere Koordination von Angeboten, Projekten und Veranstaltungen, Teilprofessionalisierung von wichtigen Themen wie Personalführung, Finanzverwaltung sowie Liegenschaftsunterhalt und -weiterentwicklung.
Gibt es auch Aspekte und Punkte, die Sie eher als kritisch oder sogar als Nachteil erachten?
In der aktuellen Diskussion erlebe ich immer wieder, dass die Mitglieder der Kirchgemeinden befürchten, durch den Zusammenschluss die «Kirche im Dorf» zu verlieren. Dafür ist jedoch die pastorale Seite zuständig, und diese Diskussion haben wir vor bald 15 Jahren bei der Errichtung unseres Pastoralraums bereits geführt. Durch den Zusammenschluss ändert sich am pastoralen Angebot nichts. Hier werden sich erst Änderungen ergeben, wenn sich der Rückgang der Seelsorger auch auf unser Pastoralraumteam auswirkt. Mit einer guten und effizienten Kirchgemeinde am Mutschellen sind wir eher in der Lage, hier Gegensteuer zu bieten. Ich darf hier gerne das von Papst Johannes XXIII. stammende Motto unseres Pastoralkonzeptes zitieren: «Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schönere Zukunft bestimmt ist.»
Sie sind zugleich auch Vorsitzender der Projektgruppe, welche diesen Zusammenschluss prüft. Wie erleben Sie in diesem Gremium die Zusammenarbeit?
Die Zusammenarbeit erlebe ich als sehr offen und konstruktiv. Durch den Einbezug einer externen Beratung konnten wir von den Erfahrungen von bereits erfolgten oder sich ebenfalls in der Umsetzung befindlichen Zusammenschlüssen profitieren, was sich auch positiv auf die Einhaltung des angespannten Zeitplans ausgewirkt hat.
Was wünschen Sie sich für die bevorstehenden Abstimmungen bzw. Wahlen?
Für die Abstimmung vom 14. Juni 2026 wünsche ich mir eine hohe Stimmbeteiligung und eine Zustimmung zum Zusammenschluss in allen Kirchgemeinden. Für die Gesamterneuerungswahl von Ende November hoffe ich, dass es uns gelingt, genügend Personen für das Amt des Kirchenpflegenden zu finden.