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Geschichte digital erleben
Die FDP Bergdietikon informiert im Rahmen ihres Frühjahresevents über unser Ortsmuseum. Nah am Puls des Zeitgeschehens verblüfft es mit seinem digitalen Auftritt selbst führende Museen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der KI-Historiker «Konrad Berg».
Rund 20 Interessierte folgten der Einladung zum öffentlichen Anlass. FDP-Präsidentin Françoise Oklé begrüsste die Teilnehmenden herzlich und dankte dem Museumsteam für die Gelegenheit, mehr über das Ortsmuseum Bergdietikon zu erfahren.
Führung durch die analoge und digitale Ausstellung
Mike Grendelmeier führte die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung des Ortsmuseums Bergdietikon «Grenzen überschreiten – Bergdietikon vom Bauerndorf zur Agglomerationsgemeinde».
Die Ausstellung verbindet klassische Museumsobjekte, Bilder und Informationstafeln mit der innovativen digitalen Geschichtskarte von Bergdietikon. Dabei werden historische Zeugnisse vergangener Zeiten mit modernen digitalen Inhalten verknüpft und Geschichte auf neue Weise zugänglich gemacht.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung zugänglich. Bitte melden Sie sich am Empfangsschalter. Das Museum schliesst jeweils mit dem Ende der Schalterzeiten.
Die digitale Geschichtskarte
Über die Geschichtskarte entsteht ein digitales Fenster vom Museum an die historischen Standorte – und zurück ins Museum! Geschichte wird dort erlebbar, wo sie stattgefunden hat, und bleibt gleichzeitig mit den Sammlungen und dem Wissen der Institution vernetzt.
Museumskuratorin Brigitte Diggelmann führte die Teilnehmenden durch die Geschichtskarte. Viele der heutigen Inhalte entstanden auf Basis der umfangreichen Foto- und Artikelsammlung von Lotti Locher. Gemeinsam bildeten sie in der Aufbauphase das «Museums-Dreamteam».
Durch die Geschichtskarte entsteht eine interaktive Erlebniswelt. Über App oder Browser können historische Orte direkt im Gelände entdeckt werden. QR-Codes verbinden dabei die reale Umgebung mit digitalen Inhalten und schlagen gleichzeitig die Brücke zurück ins Museum. Mit einem vorgeschlagenen Rundgang für Neuzuzüger bietet sich eine grossartige Gelegenheit, die «neue Heimat» zu erkunden.
Die künstliche Intelligenz macht historische Informationen attraktiv und spannend
Die Wissensgrundlage und der technische Teil wird den Anwesenden fachkundig durch Walti Diggelmann nähergebracht. Die Wissensbasis des Ortsmuseums Bergdietikon umfasst heute rund 2,5 Millionen Wörter – das entspricht etwa 8500 Seiten historischer Dokumentation. Ein Mensch müsste über 400 Stunden investieren, um dieses Wissen aufmerksam zu lesen und die zahlreichen Zusammenhänge zwischen Personen, Orten, Ereignissen und Zeiträumen zu erkennen.
Der KI-Historiker Konrad Berg kann diese Wissensbasis innerhalb von Sekunden durchsuchen, relevante Informationen zusammenführen und Fragen auf Basis aller verfügbaren Quellen beantworten. Dabei beschränkt er sich nicht auf einzelne Dokumente, sondern analysiert historische Zusammenhänge, Entwicklungen, Querverbindungen und unterschiedliche Betrachtungsperspektiven, die bei einer klassischen Recherche oft verborgen bleiben.
Konrad Berg ersetzt dabei weder Historiker noch Museumskuratoren. Er macht jedoch das vorhandene Wissen erstmals vollständig zugänglich und ermöglicht Besuchern, Fragen zu stellen, für deren Beantwortung früher oft stunden- oder tagelange Recherchen notwendig gewesen wären.
Kurator für KI-gestützte Texte und Recherchen
Für die Aufbereitung und Erschliessung seiner Inhalte setzt das Ortsmuseum Bergdietikon einen Kurator für KI-gestützte Texte und Recherchen ein. Dieses Werkzeug unterstützt die Strukturierung, sprachliche Überarbeitung und Vereinheitlichung historischer Texte, Artikel und Dokumentationen.
Darüber hinaus kommt der KI-Kurator bei der Digitalisierung der Bergdietiker Ziitig zum Einsatz. Er hilft dabei, umfangreiche historische Informationen effizient aufzubereiten, zu analysieren und für Recherchen, Publikationen sowie die Wissensvermittlung nutzbar zu machen. Dadurch werden historische Inhalte besser zugänglich und können gezielt für die analoge und digitale Museumsarbeit eingesetzt werden. Das Ortsmuseum Bergdietikon nutzt im Bereich der KI-gestützten Wissens- und Textverarbeitung die Lösungen von ai-one™, welche für CultArt und die Geschichtskarte die KI-Anwendung liefert.
Bergdietiker Ziitig digital
Neu verfügbar ist auch das digitale Archiv der Bergdietiker Ziitig. Während auf der Webseite der Gemeinde jeweils nur die Ausgaben der letzten zwei Jahre zugänglich sind, können über das Ortsmuseum derzeit sämtliche Ausgaben bis zurück ins Jahr 2012 heruntergeladen werden. Die älteren Jahrgänge ab 1994 werden aktuell auf Basis der noch vorhandenen Papierausgaben schrittweise digitalisiert.
Alle Informationen wie die Geschichtskarte, das Ziitig-Archiv und Konrad Berg sind auf der Webseite des Ortsmuseums Bergdietikon unter www.ortsmuseum-bergdietikon.ch zu finden.
Bevor aber die Berichterstattung geschlossen wird, möchten wir uns bei allen Initianten und Mithelfern rund um die Aktivitäten des Ortsmuseums – ganz besonders aber bei Brigitte Diggelmann, Lotti Locher, Mike Grendelmeier und Walter Diggelmann – herzlich für den grossen Einsatz für das Ortsmuseum bedanken. Sie haben eine Erlebniswelt geschaffen, die weit über die Gemeindegrenze hinaus grosse Beachtung findet und bei anderen Museen in angepasster Form auch eingesetzt wird.
Ein gelungener Abschluss
Beim abschliessenden Apéro bot sich Gelegenheit, die vielen Eindrücke Revue passieren zu lassen und in entspannter Atmosphäre zu diskutieren. Ausgeschenkt wurden unter anderem auch ein wunderbarer Rosé aus Bergdietikon. Fredy Boll hat den Rebberg in Gwinden aufgebaut, und heute wird er tatkräftig von Mike Grendelmeier unterstützt. Diese Zusammenarbeit ist wichtig, wird so doch der Gwindener Rebensaft noch viele Jahre erhältlich sein.
Die FDP Bergdietikon dankt dem Museumsteam für die gelungene Organisation und den spannenden Einblick in unser Ortsmuseum.
An alle Leser
Die Anlässe der FDP Bergdietikon sind öffentlich und werden jeweils in der Bergdietiker Ziitig angekündigt. Schauen Sie doch beim nächsten Mal vorbei – es lohnt sich!
Redaktion
Werni Weibel
Generalversammlung
Am 10. Juni fand auf dem Herrenberg die gut besuchte GV der FDP Bergdietikon statt. Nebst den statutarisch vorgeschrieben Traktanden wie Rechnung, Jahresbericht, Budget und Vorschau für die bevorstehende Sommergmeind fanden auch Wahlen statt.
Françoise Oklé übergibt den Stab des Präsidiums. Françoise hat seit mehr als zehn Jahren die Geschicke der FDP Bergdietikon geleitet und dafür gesorgt, dass bei der Kantonal-Partei Bergdietikon als aktive Sektion gut bekannt ist. Die Frühjahrs- und Herbstanlässe haben schon fast Kultstatus erreicht. Mit einem grossen Blumenstrauss wird Françoise verabschiedet – vielen herzlichen Dank für diese geleistete Arbeit!
Der bisherige Vizepräsident, Daniel Grotzky, der sich bereit erklärt hat, für dieses Amt zu kandidieren, wurde mit grossem Applaus gewählt. Die ganze Versammlung bedankt sich bei Dani und wünscht ihm viel Erfolg.