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Feuerzähmen leicht gemacht

«Fire & Fun» Jugendfeuerwehrtag Bergdietikon: Viel Spass und eine tolle Beteiligung an der zweiten Ausgabe. Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit – von jung auf!

Am Samstag, 20. Juni 2026, versammelte sich eine interessierte Gruppe von 17 Jugendlichen – 11 Mädchen und 6 Jungs – voller Erwartungen an der Industriestrasse 19, vor dem Gebäude der Firma Gribi. Der Tag war nicht nur strahlend, sondern gehörte auch zu der Hitzewelle, die uns im Juni begleitete.

Die Motivation von Jugendlichen, an einem Jugendfeuerwehrtag teilzunehmen, ist vielfältig. Sie suchen spannende Erlebnisse, möchten Neues lernen und gemeinsam Herausforderungen meistern. Genau das bietet die Feuerwehr. Die Teilnehmenden erleben Teamgeist, Kameradschaft und Verantwortung hautnah. Sie arbeiten mit modernen Fahrzeugen und Geräten, lernen erste Grundlagen der Brandbekämpfung und erhalten einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr. Solche Anlässe vermitteln wichtige Werte und können den Grundstein für ein späteres Engagement zugunsten der Bevölkerung legen.

Teamarbeit hautnah erleben
Mit «Fire & Fun» bietet die Feuerwehr Bergdietikon Jugendlichen die Möglichkeit, einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr zu werfen. Es wird vermittelt, wie wichtig Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen sind.

Die Feuerwehr lebt von engagierten Menschen aus unserer Gemeinde. Deshalb möchten wir jungen Einwohnerinnen und Einwohnern zeigen, wie abwechslungsreich, sinnvoll und spannend dieses Hobby ist. Wer heute Feuerwehrluft schnuppert, wird vielleicht schon morgen Teil unseres Teams. Ganz nach dem Motto: «Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit.»

Für die Feuerwehr ist es wichtig, möglichst allen Einwohnerinnen und Einwohner die Bedeutung und die Wichtigkeit dieses Einsatzdienstes aufzuzeigen. Der Spruch «es brennt und niemand kommt» soll nie eintreffen müssen. Darum müssen die Personalbestände immer wieder angepasst werden. Aufgebote zur Rekrutierung sind wichtig und sollten befolgt werden.

Sicherheit an erster Stelle
Tine Seybold, Marcel Bögli und Stefan Ackermann begrüssten die feuerwehrinteressierten Jugendlichen und stellten das Helferteam vor. Die Einführung ins Feuerwehrhandwerk und natürlich auch in unsere Bergdietiker Feuerwehr zeigte, was alles dazu gehört. Es erstaunt immer wieder, wie viel Material benötigt wird, um alle Aufgaben der Feuerwehr erfüllen zu können. Anschliessend wurden Helm und Handschuhe verteilt – die Sicherheit jedes Übungsteilnehmers war erste Priorität.

In einem Ausbildungsblock lernte die erste Gruppe, wie man eine Brustbindung mit indirekter Sicherung erstellt. Diese Bindung dient bei der Feuerwehr zum Sichern, Halten und Retten von Personen und Einsatzkräften. Erstaunlich schnell konnten alle diese Brustbindung erstellen und haben geübt, wie man sichert. Im täglichen Feuerwehrumgang ist diese Bindung für jeden AdF (Angehörigen der Feuerwehr) ein wesentliches Ausbildungselement.

Rauch in der Garderobe!
Anschliessend wurde das zweite wichtige Grundelement geübt. An einem Gebäude wurde eine Leiter gestellt. (Gearbeitet wurde mit der neuen Carbon-Schiebeleiter, die sehr leicht ist.) Was dabei nicht fehlen durfte, war das Hinuntersteigen von dieser Leiter – selbstverständlich nur gesichert mit der Brustbindung und unter Beobachtung des Instruktorenteams. Auch hier galt, wie bei der ganzen Übung: Sicherheit zuerst.

Die zweite Gruppe erfuhr sehr eindrücklich, was Rauch bedeutet. Eine Garderobe und ein WC-Raum wurden komplett mit Rauch gefüllt. Dieser Rauch wird mit den Nebelmaschinen der Feuerwehr erstellt und bei Übungen eingesetzt. Er ist also völlig harmlos und ungiftig für Menschen, Tiere und Natur. Entlang einer Führungsleine ging es darum, eine Person zu finden und zu retten (in diesem Fall eine Feuerwehrpuppe). Für alle Teilnehmenden ein spannendes Erlebnis. Selbstverständlich waren in diesem Raum aktive Atemschützer der Feuerwehr auf Posten, um die notwendige Sicherheit zu gewährleisten.

Nach absolvierter erster Übung wechselten die Gruppen den Posten, so dass alle in den Genuss des vollen Programms kamen.

Die Glacépause war jetzt wirklich verdient. Und wer Lust hatte, konnte in dieser Pause die Atemschutzgeräte anprobieren. Ganz schön eindrücklich, bei diesen Temperaturen! Im Atemschutz mitzumachen, ist anstrengend und anspruchsvoll, aber im Ernstfall kann darauf nicht verzichtet werden.

«Wasser, Marsch!»
Nach dieser kurzen Pause ging es heiss her. Wirksam wurde demonstriert, was es mit Feuer so auf sich hat. Dazu wurden zwei vorbereitete und mit Holz gefüllt Metallcontainer in Brand gesteckt.

Für diese Brandbekämpfungsübung galt es, Hydranten in Betrieb zu nehmen. Dabei stehen die Sicherheit des Bedieners und der Schutz des Rohrnetzes vor Druckstössen an erster Stelle. Das Hydrantennetz ist der erste und wohl wichtigste Punkt einer guten Brandverhütung.

Es musste eine Transportleitung am Tanklöschfahrzeug (TLF) angeschlossen werden. Für die Bekämpfung des Brandes wurden zwei Leitungen mit Strahlrohr vorbereitet. Zusätzlich wurde eine Leitung mit Schaum aufgebaut, damit das Feuer letztendlich erstickt werden konnte. Die jungen Feuerwehrkolleginnen und -kollegen haben den Brand professionell gelöscht und mit Schaum so abgedeckt, dass die Flammen keine Chancen mehr hatten. Ein perfekter Abschluss. Aber bei der Hitze durfte natürlich das Spielen mit dem Wasser nicht fehlen, und mit grösster Freude hat man sich gegenseitig nassgespritzt.

Damit war der zweite Jugendfeuerwehrtag von Bergdietikon fast beendet. Was noch fehlte, war die in der Feuerwehr obligate Übungsbesprechung. Zudem erhielt jeder Teilnehmer ein Diplom.

Die Organisatoren, Tine Seybold, Marcel Bögli und Stefan Ackermann, wie auch das Instruktoren-Team haben mit viel Engagement und Herzblut diesen spannenden Nachmittag gestaltet. Ein grosses Dankeschön dafür! Ein herzlicher Dank geht auch an die Firma Gribi, die uns das Gastrecht für diesen grossartigen Anlass gab.

Redaktion
Werni Weibel