Inhaltsnavigation: Freizeit / Kultur / Kirchen
Kleine Unterschiede mit grosser Gefahr
Die Feuerwehr Bergdietikon appelliert an alle Einwohnerinnen und Einwohner, beim Kauf und bei der Inbetriebnahme von Gasgrills besonders aufmerksam zu sein. Ein vermeintlich kleiner Unterschied beim Anschluss kann schwerwiegende Folgen haben. Mit einer kurzen Sicherheitskontrolle lässt sich jedoch das Risiko eines Brandes deutlich reduzieren.
Mit den ersten warmen Tagen beginnt in vielen Haushalten wieder die Grillsaison. Gerade jetzt werden zahlreiche neue Gasgrills gekauft – im Schweizer Fachhandel, online oder auch im grenznahen Ausland in Deutschland. Vielen Grillbesitzern ist jedoch nicht bewusst, dass zwischen der Schweiz und Deutschland unterschiedliche Anschlüsse und Normen bei Gasflaschen und Druckreglern bestehen. Genau dies kann gefährlich werden.
Die Feuerwehr Bergdietikon möchte die Bevölkerung deshalb auf ein wichtiges Sicherheitsrisiko aufmerksam machen. Das untenstehende Bild zeigt einen Gasgrill, der aufgrund eines nicht passenden beziehungsweise undichten Anschlusses Feuer fing.
Das Problem liegt oft darin, dass ein in Deutschland gekaufter Druckregler oder Anschluss scheinbar auf eine Schweizer Gasflasche passt, technisch jedoch nicht kompatibel ist. Obwohl sich der Anschluss teilweise montieren lässt, dichtet er nicht sauber ab. Dadurch kann unbemerkt Gas austreten.
Flüssiggas wie Propan oder Butan ist hoch entzündlich. Bereits kleinste Mengen ausströmenden Gases können sich unter dem Grill oder am Boden sammeln. Kommt es dann beim Einschalten des Grills oder durch einen anderen Funken zur Zündung, entsteht innert Sekunden eine grosse Stichflamme oder sogar eine explosionsartige Verpuffung.
Unsichtbare Gefahr
Besonders gefährlich ist dabei, dass viele Undichtigkeiten zunächst nicht sichtbar sind. Oft nimmt man lediglich einen leichten Gasgeruch wahr oder bemerkt gar nichts. Deshalb wird empfohlen, vor der ersten Benutzung eines neuen oder länger nicht verwendeten Grills sämtliche Anschlüsse sorgfältig zu kontrollieren. Wichtig ist insbesondere, dass der Druckregler und die Anschlüsse ausdrücklich für Schweizer Gasflaschen geeignet sind. Auch Dichtungen und Schläuche sollten regelmässig überprüft werden.
Eine einfache Möglichkeit zur Kontrolle bietet ein Lecktest mit Seifenwasser oder Lecksuchspray. Bilden sich beim geöffneten Gasventil Blasen, ist die Verbindung undicht und der Grill darf keinesfalls verwendet werden.
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Brand, gilt es, Ruhe zu bewahren. Wenn möglich sollte zuerst die Gaszufuhr an der Flasche geschlossen werden. Gleichzeitig müssen alle Personen Abstand halten und gewarnt werden. Brennende Grills oder Gasflaschen dürfen niemals verschoben werden. Falls das Feuer nicht sofort kontrolliert werden kann oder sich die Gasflasche erhitzt, ist umgehend die Feuerwehr über die Notrufnummer 118 zu alarmieren.
Ihre Feuerwehr Bergdietikon