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Streetsoccer-Anlage wird zum Begegnungsort
Das mobile Fussballfeld, das die Offene Jugendarbeit der Bevölkerung von Bergdietikon einen Nachmittag lang zur Verfügung stellte, entpuppte sich als regelrechte Attraktion. Die Streetsoccer-Anlage wurde von Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt, während sich die Erwachsenen am Spielfeldrand tummelten und die Begegnungen genossen.
Es war der letzte Samstag vor der grossen Junihitze – ideale Bedingungen, um noch einmal im Freien körperlich aktiv zu sein. Gelegenheit dazu bekamen in Bergdietikon alle fussballbegeisterten Kinder und Jugendlichen: Die Offene Jugendarbeit hatte auf dem Rasen beim Schulhaus eine Streetsoccer-Anlage aufgestellt.
Der Standort erwies sich als perfekt: «Es ist angenehmer, auf Rasen als auf Asphalt zu spielen, zudem wird der Boden nicht heiss», sagt Joel Giger, der die Aktion zusammen mit seinem Kollegen Gazmend Selimi begleitete. Entsprechend intensiv sei die Anlage den ganzen Nachmittag lang genutzt worden.
Vertrauen aufbauen
Vor allem Kinder der Unter- und der Mittelstufe waren begeistert vom Angebot. Viele brachten auch ihre Eltern mit – für die Offene Jugendarbeit ein Idealfall, wie der Jugendbeauftragte Christian Hofmann erklärt: «Jugendliche verbringen ihre Freizeit zunehmend ausserhalb von Elternhaus und Vereinen. Viele Eltern wissen dann gern, wo und mit wem ihre Kinder unterwegs sind.» Wenn sie die Jugendarbeitenden bereits vor der Pubertät ihrer Kinder kennenlernten, sei eine gute Vertrauensbasis geschaffen: «Jugendliche dürfen dann auch eher ins Jugi kommen.»
Ziel der Offenen Jugendarbeit ist es, zu möglichst vielen Jugendlichen einer Gemeinde Kontakt zu haben, sodass diese jederzeit wissen: Da ist eine erwachsene Ansprechperson, die sich für ihre Anliegen einsetzt, Impulse aufnimmt und bei Sorgen Unterstützung bietet. Um das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen, setzt sie auf Offenheit, Freiwilligkeit und Partizipation.
Die Jugendarbeit steht also allen Jugendlichen einer Gemeinde offen, jegliche Kontakte sind für sie freiwillig, ohne Anmeldung und ohne Verpflichtung. Nicht zuletzt können sie sowohl die Räumlichkeiten als auch die Art, wie sie ihre Zeit im Jugi verbringen, selbst gestalten.
Den Puls fühlen
Für die Jugendarbeitenden ist eine Aktion wie der Streetsoccer-Nachmittag eine ideale Gelegenheit, ihr Angebot in einem ungezwungenen Rahmen bekannt zu machen und den Puls bei der Bevölkerung zu spüren: Was bewegt die Jugendlichen? Welches Ansehen geniessen sie in ihrer Gemeinde? Kommt es zu Konflikten im öffentlichen Raum?
«Nebst einigen ausgelassenen Spielen mit den Kindern genossen wir auch die tollen Begegnungen mit Eltern, Lehrkräften, Gemeindemitarbeitenden und Behördenmitgliedern sowie Passantinnen und Passanten», erzählt Joel Giger. Die Rückmeldungen seien ausschliesslich positiv gewesen, freut er sich. Sogar im Nachhinein seien noch Nachrichten eingegangen von Menschen, die sich für die Aktion bedankt hätten.
Kontaktdaten:
Christian Hofmann, Regionaler Jugendbeauftragter
079 941 34 33 / christian.hofmann@mojuga.ch