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Temporäre Haltezone für Elterntaxis wird in angepasster Form weitergeführt
Die vom Gemeinderat eingeführte Testphase mit einer Haltezone für Elterntaxis hat wertvolle Erkenntnisse geliefert.
Die Auswertung zeigt, dass die Massnahme grundsätzlich geeignet ist, die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schule und Kindergarten zu verbessern. Aus diesem Grund wird die Testphase nach den Herbstferien bis zu den Sportferien 2027 in angepasster Form weitergeführt. Die Haltezone wird dabei von der Kirchstrasse an die Schulstrasse verlegt.
Mit der Einführung der Haltezone verfolgte der Gemeinderat das Ziel, den Bring- und Abholverkehr zu ordnen, gefährliche Verkehrssituationen zu reduzieren und die Sicherheit der Schulkinder zu erhöhen. Die Auswertung zeigt, dass die im Vorfeld geäusserten Befürchtungen von Verkehrsstaus nicht eingetroffen sind. Gleichzeitig verläuft der Bring- und Abholverkehr geordneter als vor Einführung der Massnahme und die Situation im unmittelbaren Schul- und Kindergartenumfeld ist übersichtlicher geworden. Auch der Ausweichverkehr auf den Parkplatz hinter dem Gemeindehaus konnte deutlich reduziert werden.
Die Testphase hat jedoch auch gezeigt, dass sich ein Teil des Bringverkehrs auf andere Standorte verlagert hat. Insbesondere der Kirchenparkplatz sowie der Parkplatz beim Restaurant Bergli werden vermehrt durch Elterntaxis genutzt. Der Gemeinderat wird gemeinsam mit den betroffenen Eigentümern und der Regionalpolizei mögliche Massnahmen prüfen, um diese Verlagerungseffekte zu reduzieren.
Im Rahmen der Testphase gingen verschiedene Rückmeldungen von Eltern ein. Dabei wurden insbesondere die Herausforderungen des Schulwegs für Kindergartenkinder und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Wünsche nach Ausnahmebewilligungen oder einem Schultransport thematisiert. Der Gemeinderat hat diese Anliegen geprüft und dazu die Einschätzungen der Schulleitung und der Regionalpolizei eingeholt. Beide Fachstellen unterstützen die Grundausrichtung der Massnahme. Die Regionalpolizei hält fest, dass die Organisation des Schulwegs sowie die Vereinbarkeit von Schulzeiten, Berufstätigkeit und familiären Verpflichtungen grundsätzlich in der Verantwortung der Eltern liegt.
Der Gemeinderat bedankt sich bei allen Eltern, welche während der Testphase ihre Erfahrungen, Anregungen und Rückmeldungen eingebracht haben. Besonders erfreulich ist, dass zahlreiche Eltern die Stossrichtung der Gemeinde ausdrücklich unterstützen und ihre Kinder bewusst darin fördern, den Schulweg möglichst selbstständig zu bewältigen. Dieses Engagement leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Entwicklung der Kinder.
Der Gemeinderat ist weiterhin überzeugt, dass der Schulweg zu Fuss nach wie vor die beste und nachhaltigste Lösung ist. Kinder lernen dabei, sich selbstständig im Strassenverkehr zu bewegen, sammeln wichtige Erfahrungen und stärken ihre Eigenverantwortung. Ist das Bringen mit dem Auto nicht vermeidbar, ist in erster Linie der Kiss-and-Ride-Parkplatz im Schlittental zu nutzen. Die Haltezone ist für Ausnahmefälle gedacht.
Die Weiterführung der Testphase ermöglicht zusätzliche Erkenntnisse über die langfristige Wirkung der Massnahme. Nach Abschluss der verlängerten Testphase wird der Gemeinderat die Erfahrungen erneut auswerten und über das weitere Vorgehen entscheiden.
Gemeinderat Bergdietikon