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Senioren: Bericht

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11. Dezember 2013

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Was Angehörige von Menschen mit Demenz wissen sollten

Bei kaum einer anderen Krankheit spielen die Angehörigen eine so wichtige Rolle wie bei Demenz. Nach und nach übernehmen sie immer mehr Aufgaben, welche die kranke Partnerin bzw. der kranke Partner oder Elternteil nicht mehr selber ausführen kann. Sie vertreten die erkrankte Person bei administrativen Angelegenheiten, führen Gespräche mit Arzt und Pflegenden und übernehmen vielleicht in einer späteren Phase die gesamte Pflege und Betreuung. Dabei stehen sie immer wieder vor den Fragen: «Was darf ich tun? Was muss ich tun?»

Administrative und finanzielle Angelegenheiten
Handeln ohne Vollmacht: Das neue Erwachsenenschutzrecht, gültig seit Januar 2013, verbessert die Stellung der Ehegatten, indem es ausdrücklich regelt, dass diese das Recht haben, für ihre urteilsunfähigen Partnerinnen oder Partner die Post zu öffnen, das Einkommen und Vermögen zu verwalten und alle Rechtshandlungen vorzunehmen, die zur Deckung des Unterhaltsbedarfs üblicherweise erforderlich sind. Es braucht für diese Handlungen also keine spezielle Vollmacht, sondern das Recht der Ehepartner (nicht aber der Nachkommen!) entsteht automatisch. Bei weitergehenden Geschäften muss allerdings die Zustimmung der Erwachsenenschutzbehörde eingeholt werden.

Vorteile einer umfassenden Vorsorge
Ehegatten, eine Tochter bzw. ein Sohn oder eine andere Vertrauensperson können dann umfassend für ihre Partnerin, ihren Partner, Elternteil oder Freund handeln, wenn ihnen rechtzeitig eine Vollmacht oder ein Vorsorgeauftrag (im Docupass enthalten: wurde in der letzten Bergdietiker Ziitig vorgestellt) erteilt wurde. Angehörige, die im Besitz einer «normalen» (General-)Vollmacht sind, machen unter Umständen die Erfahrung, dass die Gültigkeit einer solchen in Frage gestellt wird, wenn der Vollmachtgeber (z.B. der Vater) urteilsunfähig geworden ist. Eine solche Vollmacht kann sich also im Fall einer Demenz als nutzlos erweisen. Dies hängt damit zusammen, dass eine normale Vollmacht von Gesetzes wegen bei der Urteilsunfähigkeit oder beim Tod des Vollmachtgebers dahinfällt, wenn nichts anderes bestimmt wurde oder sich aus der Natur des Geschäfts ergibt. Im Gegensatz dazu ist ein Vorsorgeauftrag speziell für diesen Fall vorgesehen: Die bevollmächtigte Person, z.B. der Sohn, soll gerade (und erst dann) anstelle des Vaters handeln können, wenn dieser urteilsunfähig geworden ist.

Vormundschaftsverfahren
Menschen mit Demenz verlieren, wie erwähnt, im Verlauf der Krankheit die Fähigkeit, ihre finanziellen und administrativen Angelegenheiten zu regeln. Vielleicht haben Sie sich als Angehörige bzw. Angehöriger in einem solchen Fall schon gefragt, ob Sie vielleicht auch weitergehende Massnahmen in Gang setzen können, um Ihren Parter, Ihre Partnerin oder Ihre Eltern zu schützen. Angehörige haben das Recht, eine problematische Situation der zuständigen Behörde zu melden. Diese wird dann den Fall prüfen und entscheiden, ob eine vormundschaftliche Massnahme, eine Beistandschaft angeordnet werden muss. Falls eine Massnahme getroffen werden muss, wird es nur eine sein, die nicht weiter geht als absolut notwendig.

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Bild: Mitarart / Fotolia.com

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