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Aktuelles: Bericht

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23. Mai 2014

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Ein Dorf bahnt sich seinen Weg

«Wenn man in Bergdietikon wohnt, braucht man einen fahrbaren Untersatz, anders geht es nicht», sagt Urs Sprri. Der Prsident der Museumskommission des Ortsmuseums Bergdietikon ist in seinem Dorf vorwiegend mit dem Auto unterwegs. Er kann sich heute auf einem Strassennetz bewegen, das die einzelnen Weiler der Gemeinde bequem miteinander verbindet. Das war nicht immer so. Im Ortsmuseum kann man ab Samstag detailliert nachverfolgen, wie sich das Netz von Strassen und Wegen in der Region entwickelte. Manche Wege sind ber 800 Jahre alt.

Karten, Fotos, Texttafeln
Die Ausstellung trgt den Titel «Von Wegen, Strassen und Husern …» und soll den Gsten die Entwicklung des regionalen Weg- und Strassennetzes, sowie einiger geschichtstrchtiger Gebude aufzeigen (Bericht). Am Samstag ist Vernissage. Herzstck der Ausstellung ist laut Sprri die Kopie einer knapp 400 Jahre alten Karte, die als Auftragsarbeit fr das Kloster Wettingen angefertigt wurde. Die Karte umfasst das Herrschaftsgebiet des Zisterzienserklosters um 1653 vom heutigen Wettingen ber Dietikon bis nach Schlieren. «ber diese historische Karte legen wir eine moderne Flugaufnahme und markieren ausgewhlte Wege, Strassen und Huser», erklrt Mike Grendelmeier, Mitglied der Museumskommission. Die markierten Punkte bekommen eine Nummer, die der Besucher dann in den Glasschauksten an der Wand wiederfindet. Zu sehen gibt es dort Fotos, Zeichnungen und Texttafeln mit aufwndig recherchierten Hintergrundinformationen.

Frher – heute
«Die Herausforderung ist es, alte Gegenstnde spannend zu prsentieren», sagt Grendelmeier, wobei seine Faszination am Thema deutlich sprbar ist. Manche Huser beispielsweise stehen seit dem 16. Jahrhundert bis jetzt am markierten Ort. Die Mitglieder der Museumskommission bemhten sich um Angaben zu Baujahr, Eigentmer, Bewohner, allflligen Renovationen oder Abbrchen und erneutem Aufbau. Die «Mutschellenstrasse» ist ein weiteres Beispiel (siehe Bilder). Sie verbindet Dietikon mit Bremgarten, ist schon im 12. Jahrhundert belegt und taucht 1562 in einer Quelle auf, die der Besucher in mittelhochdeutscher Sprache nachlesen kann. Derselbe Weg besteht fast unverndert heute noch. «So wird Geschichte greifbar», sagt Grendelmeier. Die ganze Ausstellung funktioniert vor allem ber die Gegenberstellung von alten, historischen Bildern oder Zeichnungen und aktuellen Abbildungen. Sie hat aber auch Greifbares zu bieten, zum Beispiel einen alten Schneepflug aus Holz.

Limmattaler Zeitung vom Freitag, 23. Mai 2014 (Sebastian Schanzer)

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