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11. Dezember 2017

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Alarmübung mit 400 Metern Schlauch

Um 6.30 Uhr morgens ging der Alarm los: Brand in einem leerstehenden Wohnhaus! Auch in der letzten Übung für dieses Jahr zeigte unsere Feuerwehr, was sie auf dem Kasten hat. 44 Feuerwehrfrauen und -männer standen nach kürzester Zeit im Einsatz und arbeiteten Hand in Hand, um den komplexen «Brand» in den Griff zu bekommen.

Diese unangekündigte Alarmübung am frühen Samstagmorgen verband mehrere Einsatzschwerpunkte. Die Wasserbeschaffung rund um die Höckler Lagerhallen ist ein ganz besonderes Problem, sind doch weder Höcklerhof noch die Lagerhallen am öffentlichen Wassernetz der Gemeinde angeschlossen, sondern beziehen ihr Trinkwasser aus eigenen Quellen. Für solche Fälle hat die Feuerwehr Bergdietikon Wasserbeschaffungspläne ausgearbeitet. In diesem Fall musste das Wasser vom Hydrant 117 in Gwinden Abzweigung Richtung Höcklerhof bezogen werden. Für die Einsatzkräfte bedeutet dies das Anschliessen der Motorspritze und Verlegen einer Leitung mit dem Schlauchverleger Richtung Höcklerhof und weiter Richtung Lagerhallen, wo die Leitung ins Tanklöschfahrzeug eingespiesen wird.

Es wurden rund vierhundert Meter Schlauch verlegt mit einem geschätzten Höhenunterschied von rund dreissig Metern. Der Erfolg einer Löschaktion hängt von einer schnellen Erstellung dieses Wassertransports ab, reichen doch die rund 2200 Liter des Tanklöschfahrzeugs zwar für einen ersten Angriff, aber nicht für mehr. Der Druckverlust bei einem Abgangsdruck von zehn Bar dürfte in diesem Fall gut und gerne fünf bis sechs Bar betragen. Beim Übungsobjekt handelt es sich um eine Liegenschaft der «Bauart Hart» mit angebauter Lagerhalle. Zwischen diesen beiden Gebäudeteilen ist ein Brandabschnitt vorhanden.

Reger Betrieb schon nach wenigen Minuten

Bereits um 6.40 Uhr war Thomas Holdener als erster Offizier vor Ort und übernahm die Einsatzleitung. Er stellte fest, dass sich der Brandausbruch im Obergeschoss in Windeseile und unter starker Rauchentwicklung im ganzen alten Gebäude ausbreitete. Er musste von der Vermutung ausgehen, dass sich zu diesem Zeitpunkt mindestens eine Person im Haus befand. Um 6.44 Uhr traf das Tanklöschfahrzeug als erstes Fahrzeug ein. Plötzlich war viel Betrieb auf dem Schadenplatz – die Feuerwehrfrauen und -männer trafen rasch ein. Zwischenzeitlich erreichte auch der Schlauchverleger den Einsatzort. Die vermisste Person konnte gerettet werden, genügend Wasser war auch vor Ort und die Brandbekämpfung im vollen Gang.

Der Einsatzleiter, Thomas Holdener, meisterte seine Aufgabe sehr gut. Und so konnte der Übungsleiter und Vizekommandant Gérard Lüchinger zusammen mit seinem Übungsgehilfen Roli Belser dem Einsatzleiter und der ganzen Feuerwehr, aber vor allem auch dem Team, das für die Erstellung des Wassertransports zuständig war, ein riesiges Kompliment für diese gut abgelaufene Übung aussprechen.

Erkenntnisse fliessen in die Ausbildung ein

Die Erkenntnisse und festgestellten Verbesserungsmöglichkeiten werden natürlich im Lauf des Jahres ins Programm aufgenommen. In diesem Zusammenhang noch zu erwähnen ist, dass im Fall eines Zuzugs der Feuerwehr Dietikon diese ebenfalls eine Wasserbeschaffung ausführen müsste. Dafür würde dann ein Hydrant im Herrenberg als Bezugsort festgelegt werden. Mit dieser sorgfältigen Einsatzplanung kann auch ein grösseres Ereignis wie beispielsweise ein Übergriff auf ein weiteres Gebäude wirkungsvoll bekämpft werden.

Gérard Lüchinger hat einmal mehr eine herausfordernde Alarmübung auf die Beine gestellt. Die ganze Übungsannahme mit Blinklichtern und Brandgeräuschen war so täuschend echt, dass noch während der Vorbereitung ein von Widen her kommender Automobilist auf das Gebäude zufuhr und meinte: «Habt ihr schon gesehen? Das Haus brennt!»

Damit ist eine weitere Übung Vergangenheit, und auch jetzt dürfen wir festhalten, dass der Ausbildungsstand, der Teamgeist und die Motivation der Feuerwehr Bergdietikon sehr hoch ist. 44 Feuerwehrfrauen und -männer sind dem Alarm zu schlafender Zeit gefolgt, was 72 Prozent des derzeitigen Bestands ausmacht – eine absolut geniale Zahl!

Redaktion, Werni Weibel

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