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12. Dezember 2017

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Eisig kaltes Wintermärchen im Wald

An der Waldweihnacht überraschten die Kinder in diesem Jahr mit besonders kreativer Versund Liederwahl und der Samichlaus verriet, wofür er seine Rute wirklich braucht.

Dichtgedrängt standen die Kinder um den Samichlaus und seine Gehilfen und lauschten einem Weihnachtsmärchen, bevor eines nach dem anderen einen gelernten Vers oder ein Lied zum Besten gab. Die Kinderstimmen wurden dabei über ein Mikrofon verstärkt, sodass alle Besucherinnen und Besucher sie hören konnten. Auf diesen Moment besonders gefreut hat sich die siebenjährige Naomi aus Zürich. Es war nicht das erste Mal, dass sie den Weg bis zum Waldrand für diesen einmaligen Anlass unter die Füsse nahm: «Es ist das Schönste, wenn der Weihnachtsmann kommt und alle Kinder bekommen etwas», sagte sie mit ihrer passenden Weihnachtsmütze auf dem Kopf. Gemeinsam mit ihrem Vater, Thomas Frauenknecht, hat sie sich bereits auf dem Weg zum Waldrand mit weihnachtlichen Liedern eingestimmt. Auch Nadja Frauenknecht, die in Bergdietikon aufgewachsen ist, freut sich: «Wir beide kamen schon hierher, als wir Kinder waren. Es ist einmalig und in diesem Jahr dank dem Schnee umso schöner.» Als frühere Reiterin kenne sie die Region sehr gut: «Ich schätze die ländliche Umgebung», erzählte sie. Ausserdem gefalle ihr, dass der Anlass immer grösser wird.

Es sei eine Generationenfrage, meinte Martin Kaufmann, der mit seinen mittlerweile erwachsenen Söhnen das Fest jeweils besuchte und auch in diesem Jahr erschien: «Im Sommer trifft man die Leute sowieso draussen, aber im Winter ist es dieser Anlass, welcher aus den Häusern lockt, sodass man viele bekannte Gesichter sieht.» Ihm gefalle in diesem Jahr der Samichlaus besonders, der sich sehr modern zeige. «Wisst ihr, Kinder, die Rute brauche ich später, um den Schnee von meinen Schuhen wegzuwischen.» Für Familien sei es ein besonderer Anlass, der bereits mit dem gemeinsamen Weg und den Laternen beginne, meinte Antonella Valentino, die mit ihrer Familie zum ersten Mal die Waldweihnacht besuchte. Auf die Frage, ob sie nächstes Jahr wiederkommen werden, gibt es nur eine Antwort: «Unbedingt.»

Die Vielfältigkeit und Kreativität der Kinder fiel Paul Meier, dem langjährigen Präsidenten der Dorfgemeinschaft, auf: «Es gibt Jahre, da kommen immer dieselben bekannten Verse, aber in diesem Jahr ist die Auswahl der Sprüche sehr abwechslungsreich.» Seit 25 Jahren organisiert er die spezielle Waldweihnacht in Bergdietikon mit – die Feier selbst findet seit dem Gründungsjahr der Dorfgemeinschaft im Jahr 1975 statt. Gegen die Kälte gab es warmen Punsch und kleine Feuerstellen. Es war eine perfekte Stimmung dank schneebedeckter Landschaft, und die eisigen Temperaturen hauchten dem alljährlichen Waldweihnachtsfest der Bergdietiker das Ambiente eines Wintermärchens ein.

Limmattaler Zeitung vom 11. Dezember 2017 (Cynthia Mira)

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