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30. April 2018

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Wenn die Feuerwehr die Schulbank drückt

Der 28. April war für die Feuerwehr Bergdietikon ein besonderer Tag, besuchte sie doch die Chemiewehrschule in Zofingen, um für die Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden eindrucksvoll geschult zu werden.

Um was geht es da eigentlich? Alle Stoffe, die brennen können, sind in Brandklassen eingeteilt. Aufgrund der Brandklasse entscheidet die Feuerwehr, welches Löschmittel zu verwenden ist. Die Wahl des richtigen Löschmittels ist von grosser Bedeutung, da es beim Einsatz eines falschen Löschmittels zu gefährlichen Situationen kommen kann.

  • Unter die Brandklasse A fallen alle festen brennbaren Stoffe. Diese brennen vor allem mit Glutbildung, daher muss ein Löschmittel eingesetzt werden, das die Glut ablöscht und nicht nur die Flammen. Das Hauptlöschmittel für diese Klasse ist Wasser.
  • Unter die Brandklasse B fallen alle flüssigen oder flüssig werdenden brennbaren Stoffe. Flüssige Stoffe sind zum Beispiel Benzin und Diesel, flüssig werdende Stoffe sind etwa Kunststoffe wie PVC, die bei Hitzeeinwirkung schmelzen und dadurch flüssig werden.
  • Unter die Brandklasse C fallen alle brennbaren Gase. Diese verbrennen nur unter Flammen. Da keine Glut entsteht, sind Löschmittel wie Wasser und Schaum unbrauchbar: Gasbrände lassen sich mit ihnen nicht löschen! Hauptlöschmittel für die Brände von Gasen ist Löschpulver (sowohl das universelle ABC-Glutbrandpulver wie auch das BC-Flammbrandpulver).
  • Unter die Brandklasse D fallen brennbare Metalle wie Natrium, Magnesium und Aluminium. Brände dieser Brandklasse sind zum Glück relativ selten. Wenn es aber zu einem Metallbrand kommt, ist dieser umso schwerer zu löschen, denn Metalle verbrennen unter sehr hohen Temperaturen: bei weit über 1000 °C.
  • Unter die Brandklasse F fallen Brände von Speiseölen und -fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette), zum Beispiel Frittiergeräte. Das besondere Verhalten der Speisefette birgt aufgrund der herrschenden Temperaturen ganz besondere Gefahren und ist relativ schwierig zu beherrschen. Bekannt ist die Gefahr der Fettexplosion bei Kontakt mit Wasser.

Gefahr für die Einsatzkräfte

Flüssigkeitsbrände sind nicht alltägliche Einsatzsituationen und beinhalten grosse Gefahren für die Einsatzkräfte. Die Einsatzkräfte müssen die Löschmittel und ihre Wirkungsweise kennen, damit sie diese sicher und ohne grosse Folgeschäden einsetzen können.

Ziel dieser Ausbildung war der praktische Umgang mit Flüssigkeitsbränden. Am Vormittag wurde das Kader beübt, das dann am Mittag das Gelernte zusammen mit der Mannschaft umsetzen und üben konnte. Dabei wurden die Teilnehmer schrittweise in das richtige Kühlen eines Brandes, in die Wirkungsweise von unterschiedlichen Strahlrohren und in den Aufbau eines dreifachen Brandschutzes und Löschangriffs eingeführt, indem sie über Wahl und Wirkung von Löschmitteln sowie über das technische und taktische Vorgehen instruiert wurden.

An wirklich «heissen», grösseren Übungen wurde anschliessend angewendet, was vorher im Detail gelernt worden war. Dasselbe Vorgehen wird mit Niederschlagen von Bränden in mehreren Situationen geübt. Ziel der Ausbildung war es, den Brandschutz und Löschangriff anzuwenden sowie die Wahl und die Wirkungsweise der richtigen Löschmittel im Einsatz zu testen. Wichtig dabei war es auch, dass bis auf die eingesetzten Pulverlöscher und einige eingesetzte Strahlrohre mit dem eigenen Material gearbeitet werden konnte, was sicherlich auch das Vertrauen zu den eigenen Mitteln stärkte.

Eindrücklicher Unfall

Nicht gewollt, aber sehr eindrucksvoll war auch die Panne, dass Restflüssigkeit in die Kanalisation gelangte und die Dämpfe dann eine kleinere Explosion auslösten, bei der die Schachtdeckel abgehoben wurden. Ein Schaden entstand zum Glück nicht, da diese eigene, zur Chemiewehrschule gehörende Kanalisation in einem Rückhaltebecken endet.

Nach Übungsabschluss galt es dann, das gebrauchte Material zu retablieren, die vielen Schläuche zu waschen und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Anlässlich der abschliessenden Beurteilung durch die Kursleiter konnte festgehalten werden, dass die Ziele sowohl mit dem Kader wie auch mit der Mannschaft voll und ganz erfüllt wurden.

Der Kommandant, Christian Krähenbühl, bedankte sich abschliessend bei Kurt Friderich, der den Kurs sehr spannend und informativ gestaltet hatte. Übrigens war Kurt Friderich in seiner damaligen Funktion als Instruktor des AVA in früheren Jahren des Öfteren an Inspektionen in Bergdietikon und kennt daher unsere Gemeinde sehr gut.

Ein ganz besonderer Dank geht auch an den Gemeinderat, der diese Ausbildung letztendlich auch bewilligt hatte und damit die Feuerwehr Bergdietikon noch fitter für ihre Einsätze gemacht hat.

Werner Weibel



Bericht: Feuerwehr Bergdietikon

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