Gemeindeverwaltung

Schulstrasse 6
8962 Bergdietikon

Öffnungszeiten:
Mo–Fr: 8.30–11.30 / 14–16
Do: 8.30–11.30 / 14–18

Home > Aktuelles > Bericht
 

Aktuelles: Bericht

vorheriger Bericht     zurück zur Liste     nächster Bericht

30. April 2018

foto

Wenn die Feuerwehr die Schulbank drckt

Der 28. April war fr die Feuerwehr Bergdietikon ein besonderer Tag, besuchte sie doch die Chemiewehrschule in Zofingen, um fr die Bekmpfung von Flssigkeitsbrnden eindrucksvoll geschult zu werden.

Um was geht es da eigentlich? Alle Stoffe, die brennen knnen, sind in Brandklassen eingeteilt. Aufgrund der Brandklasse entscheidet die Feuerwehr, welches Lschmittel zu verwenden ist. Die Wahl des richtigen Lschmittels ist von grosser Bedeutung, da es beim Einsatz eines falschen Lschmittels zu gefhrlichen Situationen kommen kann.

  • Unter die Brandklasse A fallen alle festen brennbaren Stoffe. Diese brennen vor allem mit Glutbildung, daher muss ein Lschmittel eingesetzt werden, das die Glut ablscht und nicht nur die Flammen. Das Hauptlschmittel fr diese Klasse ist Wasser.
  • Unter die Brandklasse B fallen alle flssigen oder flssig werdenden brennbaren Stoffe. Flssige Stoffe sind zum Beispiel Benzin und Diesel, flssig werdende Stoffe sind etwa Kunststoffe wie PVC, die bei Hitzeeinwirkung schmelzen und dadurch flssig werden.
  • Unter die Brandklasse C fallen alle brennbaren Gase. Diese verbrennen nur unter Flammen. Da keine Glut entsteht, sind Lschmittel wie Wasser und Schaum unbrauchbar: Gasbrnde lassen sich mit ihnen nicht lschen! Hauptlschmittel fr die Brnde von Gasen ist Lschpulver (sowohl das universelle ABC-Glutbrandpulver wie auch das BC-Flammbrandpulver).
  • Unter die Brandklasse D fallen brennbare Metalle wie Natrium, Magnesium und Aluminium. Brnde dieser Brandklasse sind zum Glck relativ selten. Wenn es aber zu einem Metallbrand kommt, ist dieser umso schwerer zu lschen, denn Metalle verbrennen unter sehr hohen Temperaturen: bei weit ber 1000 C.
  • Unter die Brandklasse F fallen Brnde von Speiselen und -fetten (pflanzliche oder tierische le und Fette), zum Beispiel Frittiergerte. Das besondere Verhalten der Speisefette birgt aufgrund der herrschenden Temperaturen ganz besondere Gefahren und ist relativ schwierig zu beherrschen. Bekannt ist die Gefahr der Fettexplosion bei Kontakt mit Wasser.

Gefahr fr die Einsatzkrfte

Flssigkeitsbrnde sind nicht alltgliche Einsatzsituationen und beinhalten grosse Gefahren fr die Einsatzkrfte. Die Einsatzkrfte mssen die Lschmittel und ihre Wirkungsweise kennen, damit sie diese sicher und ohne grosse Folgeschden einsetzen knnen.

Ziel dieser Ausbildung war der praktische Umgang mit Flssigkeitsbrnden. Am Vormittag wurde das Kader bebt, das dann am Mittag das Gelernte zusammen mit der Mannschaft umsetzen und ben konnte. Dabei wurden die Teilnehmer schrittweise in das richtige Khlen eines Brandes, in die Wirkungsweise von unterschiedlichen Strahlrohren und in den Aufbau eines dreifachen Brandschutzes und Lschangriffs eingefhrt, indem sie ber Wahl und Wirkung von Lschmitteln sowie ber das technische und taktische Vorgehen instruiert wurden.

An wirklich «heissen», grsseren bungen wurde anschliessend angewendet, was vorher im Detail gelernt worden war. Dasselbe Vorgehen wird mit Niederschlagen von Brnden in mehreren Situationen gebt. Ziel der Ausbildung war es, den Brandschutz und Lschangriff anzuwenden sowie die Wahl und die Wirkungsweise der richtigen Lschmittel im Einsatz zu testen. Wichtig dabei war es auch, dass bis auf die eingesetzten Pulverlscher und einige eingesetzte Strahlrohre mit dem eigenen Material gearbeitet werden konnte, was sicherlich auch das Vertrauen zu den eigenen Mitteln strkte.

Eindrcklicher Unfall

Nicht gewollt, aber sehr eindrucksvoll war auch die Panne, dass Restflssigkeit in die Kanalisation gelangte und die Dmpfe dann eine kleinere Explosion auslsten, bei der die Schachtdeckel abgehoben wurden. Ein Schaden entstand zum Glck nicht, da diese eigene, zur Chemiewehrschule gehrende Kanalisation in einem Rckhaltebecken endet.

Nach bungsabschluss galt es dann, das gebrauchte Material zu retablieren, die vielen Schluche zu waschen und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Anlsslich der abschliessenden Beurteilung durch die Kursleiter konnte festgehalten werden, dass die Ziele sowohl mit dem Kader wie auch mit der Mannschaft voll und ganz erfllt wurden.

Der Kommandant, Christian Krhenbhl, bedankte sich abschliessend bei Kurt Friderich, der den Kurs sehr spannend und informativ gestaltet hatte. brigens war Kurt Friderich in seiner damaligen Funktion als Instruktor des AVA in frheren Jahren des fteren an Inspektionen in Bergdietikon und kennt daher unsere Gemeinde sehr gut.

Ein ganz besonderer Dank geht auch an den Gemeinderat, der diese Ausbildung letztendlich auch bewilligt hatte und damit die Feuerwehr Bergdietikon noch fitter fr ihre Einstze gemacht hat.

Werner Weibel



Bericht: Feuerwehr Bergdietikon

Bekanntmachungen

Kompost-Engpass
Die Reserven an Gratis-Komposterde sind aufgebraucht. Nachschub gibts erst Ende Juni. > mehr...

Sachbearbeiter/in Abteilung Steuern gesucht
Per 1. August vergibt die Verwaltung ein Pensum von 40 bis 50 Prozent. > mehr...

> alle Bekanntmachungen
 

Veranstaltungen

http://www.bergdietikon.ch/pages/aktuelles/aktuelles_ez.php