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Aktuelles: Bericht

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15. Mai 2018

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Mitten im Naturschutzgebiet

Am 5. Mai fand die öffentlich ausgeschriebene Exkursion der Naturschutzgruppe Bergdietikon ins Auengebiet Chly Rhy statt. Eine erfreulich grosse Gruppe von 26 Personen, darunter 12 Kinder, haben daran teilgenommen.

Die Auen liegen am Rhein bei Rietheim. Heute ist das Gebiet geschützt und wunderschön angelegt worden. Das war aber nicht immer so. Denn früher überschwemmte der Rhein in diesem Gebiet bei Hochwasser viel Kulturland und vernichtete Saaten. Um das zu verhindern, trennte man um 1920 den Seitenarm Chly Rhy durch Zuschüttung ab. Um 1960 sollte ein grösseres Kraftwerk gebaut werden. Dazu wurde alles grossflächig aufgeschüttet und mit Pappeln aufgeforstet. Der Fluss war gezähmt, zumindest glaubte man das. Inzwischen ist die Bedeutung von Auenlandschaften in der ganzen Schweiz gestiegen. Der Kanton Aargau und Pro Natura erwarben das Land und begannen 2014/15 mit der Renaturierung. Tümpel, Kiesbänke und vieles mehr wurden angelegt.

Beste Aussicht vom «Weidenpalast»

Die Besichtigung, geführt von Thomas Urfer, dem ehemaligen Präsidenten der Pro Natura Aargau, begann mit der Besteigung eines alten Bunkers, der von Zivildienstleistenden in eine schöne Aussichtsplattform umgestaltet worden war. Von da überblickte man das ganze Gebiet. Im ehemaligen «Gefechtsloch» bestaunten wir ein gross angelegtes Wildbienenhaus. In den vielen angelegten Tümpeln fanden wir jede Menge Kaulquappen, über uns flogen Schwarz- und Rotmilane. In naher Umgebung rief der Kuckuck den ganzen Tag. Dann ging es zum Aussichtsturm, der sehr stabil – mit einem Weideflechtwerk – gebaut ist und auch «Weidenpalast» genannt wird. Von da sieht man eine grosse Sandwand für die Eisvögel oder Uferschwalben. Auch entdeckten wir den Flussregenpfeifer, den Gänsesäger und einen Schwan am Brüten.

Für die Orchideen war es noch zu früh, und der Biber schwimmt halt erst gegen Abend herum. Aber seine Nagespuren sahen wir überall. In den morschen Stämmen auf einer kleinen Insel entdeckten wir viele Spechtburgen. Thomas Urfer brachte auch einen grossen Behälter voller Molche mit. Diese werden immer wieder aus den Auffangrechen der nahe gelegenen Kläranlage vor dem sicheren Tod gerettet. Die Kinder durften diese in einem Tümpel in Sicherheit bringen, nach dem Motto «Wellness für Mölche und Frösche».

Götschen, Grill und Gaudi

Langsam bekamen wir Hunger, und wir kehrten zurück zum Grillrost. Die Sonne wurde immer stärker, alle tranken viel Wasser und warteten gespannt auf die feinen Würste und Schlangenbrote. Es war herrlich zu sehen, wie alle auf ihren mitgebrachten Decken sassen und es sich schmecken liessen. Die Feuerstellen liegen direkt am Rhein. Das liess die Phantasie der Kinder immer höher steigen: Aus Sand und Steinen wurde alles Mögliche gebaut. Einige wurden dabei ziemlich nass, aber der Spass war riesig. Eigentlich wollte niemand so schnell nach Hause, es war eine Riesengaudi.

Anita Weibel



Bericht: Naturschutzgruppe Bergdietikon

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