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20. Mai 2018

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Summendes Haustier im Schulzimmer

Eindrcklich: Fr ein einziges Kilogramm Honig legen die Bienen rund 100000 Kilometer zurck! Sie sammeln dafr 3 kg Nektar, fliegen 100000-mal aus und besuchen fr uns ber 150 Millionen Blten. Pro Flug kann eine Biene 40 mg Nektar und 20 mg Pollen (Eiweissfutter fr die Bienenmaden) transportieren. Eine beachtliche Leistung, bedenkt man, dass eine Arbeiterin ein «Fliegengewicht» von 100 mg hat. Noch beeindruckender ist, dass sie damit 55% des eigenen Krpergewichts transportiert. Wahrscheinlich hat eine Arbeiterin deshalb im Sommer nur eine Lebenserwartung von 5 bis 6 Wochen.

Gerade das macht das Thema Honigbienen im Klassenzimmer auch so interessant und hilft, mglichst vielen Kindern einen Kontakt zu Bienen zu ermglichen. Ein Bienenkasten bietet viele unterschiedlichste Beobachtungsmglichkeiten am Kasten und in der Umgebung – und so einen Unterrichtsstoff fr alle Schulstufen. Der Grundgedanke ist das gemeinsame forschende Lernen und das Aufmerksam-Machen auf die schwierige Situation, die die Bienen und die Biodiversitt in der heutigen Zeit durchleben. Eine Zukunft ohne Bienen wre eine Katastrophe!

Betreiben des Bienenbeobachtungskasten

Ein fr die Beobachtung idealer Kasten hat fr nur einen Waben-Raum, die zwei seitlichen Scheiben ermglichen eine optimale Beobachtung. Ein solcher Ein-Waben- Beobachtungskasten wurde der Schule durch einen lokal ansssigen Imker zur Verfgung gestellt, der auch ein geeignetes Bienenvolk ausgewhlt hat.

Der gefllte Bienenkasten muss immer senkrecht stehen. Zu gewissen Zeiten muss bereits beim Abholen des Honigs gefttert werden. Wenn der Imker dies empfiehlt, so soll das Flugloch zwei Tage mit einem Gitter geschlossen werden. Sonst knnen fremde Bienen das Volk ausrauben. Bienen berleben bei Ftterung und gengender Belftung auch zwei Tage bei geschlossenem Flugloch. Der Schlauch, der vom Beobachtungskasten ins Freie fhrt, soll mglichst kurz gehalten werden.

Der Kasten kann auch einfach zur Beobachtung dastehen. Man kann die Bienen auch als ein Haustier betrachten, das fr ein paar Wochen im Klassenzimmer dabei ist. Ohne jeden Lernzwang kann man den Bienen nherkommen und sich fr dieses wunderliche Wesen interessieren: Mal hren, am Lftungsloch riechen, an der Scheibe die Wrme des Brutnests fhlen und dieses Erlebnis vielleicht mit anderen Bienenprodukten ergnzen. Das Beobachten von Bienen, Drohnen und Knigin erlaubt:
  • das Suchen von Arbeiterinnen-, Drohnen- und Kniginnenzellen,
  • das Beobachten bzw. Verfolgen einer Biene, die Pollen eintrgt,
  • das Untersuchen, wie die Zellen in der Wabe genutzt werden,
  • das Verfolgen, wie ein Volk eine Knigin nachzieht,
  • das Beobachten des Bienentanzes und das Deuten des Tanzes und die Suche nach der (Pollen-)Trachtquelle,
  • das Zuhren, mit dem Ohr am Kasten oder mit dem Stethoskop,
  • das Studieren des Krperbaus der Tiere unter dem Binokular,
  • das Beobachten von Bienen auf Blten: Pollensammeln, Nektarsaugen,
  • das Aufstellen von Futter draussen: was passiert? (Vorsicht Ruberei!),
  • das Dressieren auf Futterquelle mit Farbe und Duft: Futter wegnehmen, Farbe und Duft verstellen.



Bericht: Schule Bergdietikon

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