Gemeindeverwaltung

Schulstrasse 6
8962 Bergdietikon

Öffnungszeiten:
Mo–Fr: 8.30–11.30 / 14–16
Do: 8.30–11.30 / 14–18

Home > Aktuelles > Bericht
 

Aktuelles: Bericht

vorheriger Bericht     zurück zur Liste     nächster Bericht

20. Mai 2018

foto

Summendes «Haustier» im Schulzimmer

Eindrücklich: Für ein einziges Kilogramm Honig legen die Bienen rund 100’000 Kilometer zurück! Sie sammeln dafür 3 kg Nektar, fliegen 100’000-mal aus und besuchen für uns über 150 Millionen Blüten. Pro Flug kann eine Biene 40 mg Nektar und 20 mg Pollen (Eiweissfutter für die Bienenmaden) transportieren. Eine beachtliche Leistung, bedenkt man, dass eine Arbeiterin ein «Fliegengewicht» von 100 mg hat. Noch beeindruckender ist, dass sie damit 55% des eigenen Körpergewichts transportiert. Wahrscheinlich hat eine Arbeiterin deshalb im Sommer nur eine Lebenserwartung von 5 bis 6 Wochen.

Gerade das macht das Thema Honigbienen im Klassenzimmer auch so interessant und hilft, möglichst vielen Kindern einen Kontakt zu Bienen zu ermöglichen. Ein Bienenkasten bietet viele unterschiedlichste Beobachtungsmöglichkeiten am Kasten und in der Umgebung – und so einen Unterrichtsstoff für alle Schulstufen. Der Grundgedanke ist das gemeinsame forschende Lernen und das Aufmerksam-Machen auf die schwierige Situation, die die Bienen und die Biodiversität in der heutigen Zeit durchleben. Eine Zukunft ohne Bienen wäre eine Katastrophe!

Betreiben des Bienenbeobachtungskasten

Ein für die Beobachtung idealer Kasten hat für nur einen Waben-Raum, die zwei seitlichen Scheiben ermöglichen eine optimale Beobachtung. Ein solcher Ein-Waben- Beobachtungskasten wurde der Schule durch einen lokal ansässigen Imker zur Verfügung gestellt, der auch ein geeignetes Bienenvolk ausgewählt hat.

Der gefüllte Bienenkasten muss immer senkrecht stehen. Zu gewissen Zeiten muss bereits beim Abholen des Honigs gefüttert werden. Wenn der Imker dies empfiehlt, so soll das Flugloch zwei Tage mit einem Gitter geschlossen werden. Sonst können fremde Bienen das Volk ausrauben. Bienen überleben bei Fütterung und genügender Belüftung auch zwei Tage bei geschlossenem Flugloch. Der Schlauch, der vom Beobachtungskasten ins Freie führt, soll möglichst kurz gehalten werden.

Der Kasten kann auch einfach zur Beobachtung dastehen. Man kann die Bienen auch als ein Haustier betrachten, das für ein paar Wochen im Klassenzimmer dabei ist. Ohne jeden Lernzwang kann man den Bienen näherkommen und sich für dieses wunderliche Wesen interessieren: Mal hören, am Lüftungsloch riechen, an der Scheibe die Wärme des Brutnests fühlen und dieses Erlebnis vielleicht mit anderen Bienenprodukten ergänzen. Das Beobachten von Bienen, Drohnen und Königin erlaubt:
  • das Suchen von Arbeiterinnen-, Drohnen- und Königinnenzellen,
  • das Beobachten bzw. Verfolgen einer Biene, die Pollen einträgt,
  • das Untersuchen, wie die Zellen in der Wabe genutzt werden,
  • das Verfolgen, wie ein Volk eine Königin nachzieht,
  • das Beobachten des Bienentanzes und das Deuten des Tanzes und die Suche nach der (Pollen-)Trachtquelle,
  • das Zuhören, mit dem Ohr am Kasten oder mit dem Stethoskop,
  • das Studieren des Körperbaus der Tiere unter dem Binokular,
  • das Beobachten von Bienen auf Blüten: Pollensammeln, Nektarsaugen,
  • das Aufstellen von Futter draussen: was passiert? (Vorsicht Räuberei!),
  • das Dressieren auf Futterquelle mit Farbe und Duft: Futter wegnehmen, Farbe und Duft verstellen.



Bericht: Schule Bergdietikon

http://www.bergdietikon.ch/pages/aktuelles/aktuelles_ez.php