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18. Juni 2018

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Wasser, ein kostbares Gut

Wasserhahn auf – und klares Trinkwasser erfrischt uns. Es steht bereit für den ersten duftenden Kaffee am Morgen, für die anschliessende Dusche, für unser tägliches Leben! Dafür zu sorgen, dass dies so ist und bleibt, genau das ist die Aufgabe des Brunnenmeisters.

Etwa 30 bis 40 Prozent unseres Wassers stammt aus eigenen Quellen. Weitere rund 45 Prozent können aus dem Grundwasserpumpwerk an der Holenstrasse gefördert werden. Den Rest beziehen wir von Dietikon und knapp ein halbes Prozent vom Wasserverbund Mutschellen. Also müssen nur rund 10 bis 20 Prozent unseres Wassers eingekauft werden. Tragen wir Sorge zu unseren eigenen «Rohstoffen», denn diese glückliche Ausgangslage hilft, den Wasserpreis tief zu halten. Übrigens: Der Wasserverbrauch pro Haushalt und Jahr beträgt in Bergdietikon 80 bis 130 Kubikmeter, abhängig davon, ob es sich um eine Mietwohnung oder ein Haus mit Garten handelt. Wir sind aufgefordert, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Zig tausend Liter Wasser allein für das bisschen Grün, für unsere «Sportrasen», für unsere Autos – da wäre ein grosses Sparpotential gegeben.

Die Gesamthärte des Wassers in französischen Härtegraden beträgt 30 bis 34 °fH. Somit ist das Wasser als ziemlich hart bis hart einzustufen. Der Nitratgehalt beträgt 16 mg/l (Toleranzwert: 40 mg/l). Die Wasserqualität wird periodisch kontrolliert und entspricht den chemischen und mikrobiologischen Anforderungen der Lebensmittel-gesetzgebung.

Laufend aktualisierte Angaben zur Wasserqualität von Bergdietikon finden Sie unter www.bergdietikon.ch/wasser. Auf dieser Seite führt Sie ein Link direkt auf das Messwertportal.

Sauberkeit ist Trumpf

Einmal monatlich ist der Brunnenmeister auf Rundgang. Alle wassertechnischen Anlagen müssen einer regelmässigen Kontrolle unterzogen werden. Der Rundgang beginnt in der Regel mit dem Quellwasserpumpwerk Rossweid in Kindhausen. Hier werden die drei heute zur Wasserversorgung gehörenden Quellen zusammengefasst. Diese Quellen bringen je nach Niederschlägen zwischen 60’000 und 100’000 m3 pro Jahr.

Im Pumpwerk werden diese Einläufe geprüft und Einlaufstellen säuberlich gereinigt. Vor der Einspeisung ins Leitungswerk wird permanent die Trübung des Wassers gemessen, zudem wird es mittels UV-Anlage behandelt. Zeigt die Trübung einen zu hohen Messwert auf, wird das Wasser verworfen, also in den Bach geleitet. Was sofort auffällt, ist die Sauberkeit überall: Von diesem Boden könnte man essen! Alle Pumpen, Leitungen, Einrichtungen sind sauber und gepflegt. Angesprochen auf diesen Eindruck, meint Martin Bräm: «Wasser ist ein Lebensmittel, und da gibt es nur allergrösste Sauberkeit.» Das ist beeindruckend und könnte für viele von uns ein Vorbild sein.

Im Gebiet Egelsee sprudeln zwei Quellen. Erstens die Quellfassung Risi mit drei Strängen, die etwa durchschnittlich 20 Minutenliter liefern, was einer Jahresleistung von rund 10’000 m3 entspricht. Auch hier gilt es, die Einläufe zu prüfen und zu reinigen. Unweit davon entfernt befindet sich die Quellfassung Chaltbrunne mit einem Strang, der sogar noch mehr liefert: durchschnittlich etwa 80 Minutenliter, was einer Jahresleistung von gut 42’000 m3 entspricht. Beide Quellen liefern ganzjährig je nach Niederschlagsmengen sehr gutes Trinkwasser. Das Einzugsgebiet im Wald ist gleichmässig feucht und fern von zivilisatorischen Einflüssen. Auch bei dieser Quellfassung gilt: kontrollieren und reinigen. Genauso läuft es bei der dritten Quelle, der Rossweid.

Jede Woche wird kontrolliert

Natürlich werden auch alle Reservoirs und Pumpstationen im wöchentlichen Turnus einer Kontrolle unterzogen. Übrigens sind die Kammern der Reservoirs aufgeteilt in einen Brauchwasserbereich und einen Löschwasserbereich. Letzterer kann nur von der Feuerwehr «ausgelöst», also freigegeben werden und stellt sicher, dass für Brandeinsätze immer genügend Wasser vorhanden ist.

Von der Wasserzentrale im Werkhof wird das ganze Netz gesteuert, das heisst, dass immer die notwendige Menge von Wasser in den Reservoirs vorhanden ist. Die Förderanlagen haben diese Aufgabe übernommen und pumpen das Wasser förmlich den Berg hoch, jeweils in die nächste «Druckzone». Drei Druckzonen unterteilen das Leitungsnetz in Bergdietikon.

Ebenfalls zu den Aufgaben der Wasserversorgung gehört das Hydranten-Netz. 187 Hydranten werden zweimal jährlich auf ihre Funktion geprüft und gleichzeitig gewartet. Eine heikle Aufgabe, denn unsachgemässes Vorgehen könnte zu Wasserrohrbrüchen in den Installationen der Häuser führen. Diese Arbeit ist aber auch ein weiteres Hilfsmittel, um anhand von Geräuschen auf undichte Stellen aufmerksam zu werden.

Leitungsbrüche halten sich nicht an den Feierabend

In einem Leitungsnetz wie in Bergdietikon, mit einer Gesamtlänge von 26 Kilometern, kommt es immer wieder zu Leitungsbrüchen. Diese können schleichend passieren oder ziemlich abrupt. Da heisst es ausrücken, egal um welche Uhrzeit! Die Tiefbauarbeiten werden von der Firma Häusermann Gartenbau ausgeführt, die Wasserversorgung repariert die freigelegten Wasserleitungsrohre.

Oft ist der Brunnenmeister auch die helfende Hand, wenn es in einem Haus zu einem Leitungsbruch kommt. In der Werkstatt im Werkhof ist man mit unzähligem Material für solche Fälle bestens ausgerüstet.

Eine vielfältige Aufgabe

Die Wasserversorgung, mit dem Brunnenmeister und seinem Stellvertreter, erledigt vielfältige Aufgaben und sorgt für gleichbleibende Qualität. Oft mit Einsätzen, die sich an keine zeitlichen Vorgaben halten. Ein grosser Einsatz mit viel persönlichem Engagement, nur damit wir zu jeder Tages- und Nachtzeit einfach den Wasserhahn aufdrehen können. Es wird höchste Zeit, dem ganzen Team im Namen der Bevölkerung ein herzliches Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz auszusprechen!

Redaktion
Werner Weibel


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