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Bluesmerize: Bericht

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4. September 2018

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Open Air im Grüene: Darfs ein bisschen mehr sein?

Das «Open Air im Grüene» – mitpräsentiert von der ZEUS Music Bar in Dietikon – fand dieses Jahr erstmalig nach der Streetparade statt, die bereits zum 27. Mal Zürich durchgeschüttelt hatte. So langlebig möchten wir unser Bergdietiker Open Air auch gerne haben! Die Voraussetzungen stehen dafür gar nicht so schlecht, denn tatsächlich gehört das zweitägige Blues-Spektakel, das heuer immerhin zum sechsten Mal durchgeführt worden ist, mittlerweile zum jährlichen Fixprogramm in Bergdietikon.

Die Aufbauarbeiten auf dem Festgelände begannen dieses Jahr wieder am Mittwoch und somit nur drei Tage vor Festival-Beginn. Um sich mehr Luft für die Gestaltung des Geländes vor dem Schützenhaus zu verschaffen, wurde auch die Bühne bereits am Mittwoch aufgebaut. Der Aufbauvorgang wurde regelmässig durch interessierte Dorfbewohner mitverfolgt. Dieses Mal gab es nämlich durchaus einiges zu bestaunen, das fleissige Vereinsmitglieder zusammengezimmert und gebastelt hatten: recycelte Sitzgelegenheiten aus alten Pneus, die mit fantasievollen Motiven dekoriert wurden, gemütliche Lounges auf Podesten oder auch eine übergrosse farbenfrohe Blume, die durch eine halbe Discokugel im Zentrum zum abendlichen Lichtspektakel beitrug.

Workshop-Besuch aus München

Das erste Mal offiziell bestaunen durften die Gäste das ganze ab Freitag. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass zu Beginn nur wenige den Weg auf die nun feuchte Wiese auf sich nahmen. Dies sollte sich aber bald ändern, denn nach und nach bevölkerten doch immer mehr Leute das Festgelände. Ab 19 Uhr fand dann auch der Gitarren-Workshop mit Patrik Schneider statt. Einer der Teilnehmer, die sich diese Chance nicht entgehen liessen, war sogar aus München zu Besuch in der Schweiz. Gegen 21 Uhr wollten dann doch ca. 150 Gäste den Klängen der Ellis Mano Band lauschen, und sie wurden nicht enttäuscht. Gekonnt liess die erste Band des Open Airs ihre Bluesakkorde auf dem Berg erklingen. Dies war der definitive musikalische Startschuss. Im Anschluss fand dann auch noch eine Blues Jam Session statt, die durch die ehemalige Hausband des Albani Music Club in Winterthur eröffnet wurde. Die Session wurde gleichermassen durch Musiker und Zuhörer besucht und gefeiert.

Nicht zweimal bitten lassen

Am Samstagmorgen koordinierten sich die Vereinsmitglieder neu. Schliesslich musste das Festgelände wieder auf Vordermann gebracht werden, und dank dem angekündigten guten Wetter und dem dichteren Programm rechnete man auch mit mehr Besuchern. So kam es dann auch: Ab 18 Uhr konnte man einen stetigen Besucherstrom erkennen. Dorfbewohner und Auswärtige fanden gleichermassen den Weg ins Grüne, um zu essen, zu trinken und die Live-Musik zu geniessen. Eröffnet wurde der Abend durch BlueSteel, eine Aargauer Blues-Coverband, die das Publikum routiniert auf den Abend einzustimmen wusste. Darauf folgte das Trio 6 Handful Of Blues, die mit ihren Worten «Als mir Bluesmerize ghört hend, hend mir eus nöd zweimal wele bitte lah. Und darum bluesed mir eu jetzt eis» für Erheiterung sorgten. Der Headliner des Abends war jedoch Boris Pilleri’s JAMMIN’. Die Band brachte mit ihrem Groove die ca. 400 Zuschauer zum Tanzen und den Berg zum beben. Wie versprochen lieferte Boris mit seinem kernigen Gesang und die Band mit ihrem erdigen Sound Vintage-Blues-Feeling vom Feinsten.

Auch wenn nach diesem Auftritt bereits einige müden Gäste den Weg nach Hause antraten, liessen sich trotzdem viele auch den Late Night Act Crying Thunder nicht entgehen. Diese Schweizer Band wusste nicht nur mit rockigen Klängen zu begeistern, sondern auch mit ihren Glamrock-Kostümen. Ein absolut überzeugendes und abwechslungsreiches Gesamtpaket.

Damit endete das zweitägige Fest leider auch schon. Die Mitglieder – erschöpft, aber zufrieden – trafen sich am Sonntag zu den Abräumarbeiten. Was in drei Tagen aufgebaut worden war, musste innerhalb eines Tages grösstenteils wieder abgebaut werden. Zum ersten Mal musste man sich auch um verlorene oder vergessene Gegenstände kümmern. Ein Smartphone konnte den Weg zu seiner Besitzerin zurückfinden, ein herrenloser Kinderwagen aber leider nicht. Falls also jemand Hinweise auf die Besitzer hat, dann bitte melden. Ansonsten gehen wir wohl getrost von einer kreativen Art der Entsorgung aus.

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