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15. Februar 2019

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Moore sind wie eine Märchenwelt

Moore sind von Wasser geprägte Lebensräume, in denen ständig oder zum überwiegenden Teil des Jahres Wasserüberschuss herrscht. Dabei gibt es Flach- oder Niedermoore und Hochmoore. Das stehende Wasser verhindert die vollständige Zersetzung der abgestorbenen Pflanzenmasse und es entsteht Torf.

Die meisten Moorgebiete in Europa, wie auch bei uns, wurden in früheren Zeiten intensiv genutzt. Einerseits sind sie entwässert worden, um neues Ackerland zu gewinnen, andererseits wurde Torf in grossem Stil ausgebeutet, um damit zu heizen oder zur Verwendung im Gartenbau.

Wertvolle Naturräume zerstört

Unwichtig, ungeschützt und zerstört – so sah es in den letzten zweihundert Jahren für die Moore in der Schweiz aus. Deshalb sind heute in der Schweiz fast neunzig Prozent der Moore stark beeinträchtigt. Sie verschwanden nach und nach, bis ein Bürgerbegehren in den 80er-Jahren dem ein Ende setzte. Alle Moore wurden unter strengen Schutz gestellt. Heute weiss man: Die einzigartigen Moore gehören zu den wertvollsten Naturräumen überhaupt.

Hochmoore im Speziellen entstanden, wo sich dank niederschlagsreichem Klima und gemässigten Temperaturen in einem Flachmoor Torfmoose ansiedelten. Die Torfmoose wachsen an der Spitze und sterben unten laufend ab. Über sehr lange Zeiträume, d.h. über Tausende von Jahren, entsteht ein immer mächtiger werdender Torfkörper. Im torfigen und säurereichen Moorboden herrschen sauerstoffarme Bedingungen, unter denen nur hochspezialisierte Lebewesen existieren können.

Ein solches Moor kann Lebensraum sein für: Schmetterlinge wie Perlmuttfalter und grosses Wiesenvögelchen, Vögel wie der Wiesenpieper, Grasfrosch, Mooreidechse, verschiedene Libellen, wie die kleine Moosjungfer, Hochmoor-Mosaikjungfer, Scharlachlibelle. Pflanzen: Moosbeere, Rosmarinheide, rundblättriger Sonnentau, kl. Wasserschlauch, Moorbirken und Bergföhren.

Wichtiger Holzlieferant

Das Torfmoos in Niederrohrdorf ist nur noch ein kleiner Rest eines einst grossen Moorgebiets. Schon im 19. Jahrhundert wurde hier Torf gestochen und für Heizzwecke ans Kloster Königsfelden geliefert. Der Wald war für die arme Gemeinde ein wichtiger Holzlieferant, und die Moore lieferten Streue und Torf und hatten deshalb eine hohe Bedeutung für die Gemeinde.

Anlässlich unserer Exkursion für Jung und Alt besuchen wir sowohl ein Flachmoor wie das Torfmoos und ein Hochmoor, das Taumoos. Kommen Sie mit auf diesen Rundgang am 23. März und Sie fühlen sich wie in einer Märchenwelt! Treffpunkt um 10 Uhr in Niederrohrdorf, Parkplatz Torfmoos. Anmeldungen sind erwünscht unter oder Tel. 044 740 25 50.



Fotos: Albert Wickart


Bericht: Naturschutzgruppe Bergdietikon

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