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vorheriger Bericht zurück zur Liste nächster Bericht28. August 2025

Verregnete Trachten im Appenzell
Trotz dem schwierigen Wetter erlebte die Trachtengruppe auf ihrer Reise einen interessanten Tag mit zwei Alpabzügen. Im Brauchtumsmuseum erfuhren die Trachten zudem allerlei über Neujahrs-Chläuse, Handwerkskunst und das Talerschwingen.
Bei schönstem Sonnenschein fuhren 12 Trachtenfrauen und ein Trachtenmann (Hahn im Korb) gut gelaunt Richtung Appenzell. Brigitte Schärer, die den Ausflug organisierte, stellte uns das heutige Programm vor. So waren wir voller freudiger Erwartungen! Da konnten uns auch die schwarzen Wolken, die plötzlich am Himmel standen, unsere Freude nicht trüben.
In Appenzell angekommen, schüttete es wie aus Kübeln. Doch auch da zeigte sich, dass wir Trachtenleute zusammenhalten. So sah man kleine Grüppchen von zwei bis drei Leuten, die sich einen Regenschirm teilten und Richtung Café gingen.
Die Sonne lachte wieder, und gestärkt mit Kaffee und Gipfeli ging es dann auf Erkundungstour durchs Städtchen. Unsere Kassierin überraschte uns nämlich mit einem kleinen Portemonnaie mit «Pümpeli-Geld» drin. Dieses galt es nun sinnvoll zu «vertünterle».
Das Tüpfchen auf dem «i» waren dann aber die zwei Alpabzüge, die eigens für uns organisiert worden waren. ;-) Wir waren überrascht, dass die Kühe und Ziegen schon ins Tal kamen, wurden dann aber belehrt, dass die meisten Alpen nur gerade zehn Wochen bestossen werden.
In Urnäsch, wo uns der Buschauffeur, Markus von Brumann Reisen, als Nächstes hinfuhr, erwartete uns im Restaurant Dorfplatz ein herrliches Mittagessen mit Dessert! In geselliger Runde und gemütlicher Atmosphäre gab es genügend Zeit, sich über diverse Themen von früher und von heute auszutauschen.
Handwerkskunst und Talerschwingen
Beim anschliessenden Besuch im Appenzeller Brauchtumsmuseum lernten wir alles über die schönen und wüsten Neujahrs-Chläuse und über ihre in ungezählten Stunden selbst angefertigten Gewänder und Hauben. Die ganze Familie hilft jeweils mit. Von Haus zu Haus ziehen aber nur die männlichen Mitglieder. Wir lernten und sahen viel über die aktuelle und damalige Handwerkskunst. Zusätzlich konnten wir verschiedene Instrumente und das Talerschwingen ausprobieren. Von unserem Profi «Brigitte» genossen wir ein Klavier- und Orgelstück.Zufrieden und dankbar für diesen wunderschönen und interessanten Tag traten wir unsere Heimreise an.
Sibylle Baumberger
Bericht: Trachtengruppe Bergdietikon