Gemeindeverwaltung

Schulstrasse 6
8962 Bergdietikon

Öffnungszeiten:
Mo–Fr: 8.30–11.30 / 14–16
Do: 8.30–11.30 / 14–18

Home > Aktuelles > Bericht
 

Aktuelles: Bericht

vorheriger Bericht     zurück zur Liste     nächster Bericht

19. Dezember 2016

foto

Im ehemaligen Kloster kam die Eingebung

Die reformierte Kirche in Bergdietikon macht einen eher nüchternen Eindruck – damit nicht zu viel von den Worten des Herrn ablenkt. «Meine Berufung ist die Verkündigung des Evangeliums», sagt der 25-jährige Vikar Raffael Sommerhalder. Sein Beruf zwinge ihn, kritisch zu bleiben und zu fragen, was zum Evangelium gehöre und was nicht. Das heisse auch, den Zeitgeist nicht einfach bedingungslos gutzuheissen, sondern ihn immer wieder zu hinterfragen. Dass der Zeitgeist nicht zwingend dem Evangelium entspreche, habe das letzte Jahrhundert Europas gezeigt, so Sommerhalder.

Als angehender Pfarrer versuche er, seiner Gemeinde die Perspektive von Glauben, Hoffnung und Liebe aufzuzeigen. «Während meines Theologiestudiums an den Universitäten Zürich und Claremont habe ich eine grosse Bandbreite an theologischen Meinungen kennen gelernt», sagt der Vikar aus dem Aargau. Darüber, wie sich die Vorstellungen von einem gottgefälligen Leben gewandelt haben und wie die Bibel verstanden werden kann, spreche man ebenfalls in seiner Ausbildung. «Die Worte in der Bibel an sich sind symbolisch. Als Theologe implementiere ich sie im konkreten Alltag der Leute», sagt er.

Als Sohn einer reformierten Mutter und eines katholischen Vaters wurde Sommerhalder vor allem christlich erzogen. Seine Grosseltern mütterlicherseits seien sehr fromm und hätten ihn im Glauben nachhaltig geprägt. Der Grossvater wollte ursprünglich Pfarrer werden. Doch dessen Vater verlor durch eine Bürgschaft viel Geld, sodass der Sohn schliesslich als Oberrichter sein Brot verdiente. Trotzdem gründete der Grossvater zusammen mit seiner Frau eine Bibelgruppe in der Nachbarschaft. Als Kind in der Warum-Frage-Zeit konnte Sommerhalder ihnen viele Fragen zur Bibel, zum Glauben und zu Gott stellen.

Schöner Innenhof als Paradies

«Die Geschichte der Sturmstillung hat mich sehr beeindruckt als Kind», erinnert er sich. Jesus Christus schlief mitten auf einem See im Boot ein, während seine Jünger wach blieben. Als ein Sturm aufkam, weckten sie ihn. Jesus stillte den Sturm, sagte aber auch, dass man ihn nicht hätte wecken müssen, wenn man Vertrauen in ihn gehabt hätte. Die Geschichte stehe auch symbolisch für ein Grundvertrauen im Leben, dass es gut kommt, erklärt Sommerhalder, der im ehemaligen Kloster Wettingen ins Gymnasium ging. Im Gymnasium reifte auch sein Entschluss, Theologie zu studieren. Viel Zeit hat er im Kreuzgang des Klosters verbracht. Der Kreuzgang ist der schöne Innenhof des Klosters, der das Paradies symbolisiert. Dort hat Sommerhalder jeweils seine Anliegen mit Gott besprochen und über das Leben nachgedacht. «Während einer meiner Spaziergänge im Kreuzgang wurde mir auf einmal bewusst, Theologie muss mein Leben sein», erzählt Sommerhalder. Dass dieser Berufswunsch nicht cool sei, habe er an den Reaktionen seiner Mitschüler gemerkt. Doch er folgte seiner Berufung.

Limmattaler Zeitung vom Samstag, 17. Dezember 2016 (Ly Vuong)

Bekanntmachungen

Jubiläen der Schule
Die Schulpflege durfte zu 5-, 10- und 15-Jährigen gratulieren! > mehr...

Wahl Gemeindeammann und Vizeammann
Am 15. Oktober wird für die Amtsperiode 2018/2021 gewählt! > mehr...

> alle Bekanntmachungen
 

Veranstaltungen

http://www.bergdietikon.ch/pages/aktuelles/aktuelles_ez.php