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16. Januar 2017

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In Erinnerung bleibt sie als Philantropin

Sie war vielfältig engagiert, hatte ein Herz für ihre Mitmenschen und zeigte sich ihr Leben lang grosszügig. Gleichzeitig hielt sich Annemarie Opprecht, die Witwe von Soudronic-Gründer Paul Opprecht, immer dezent im Hintergrund. Nun ist sie am 30. Dezember 91-jährig gestorben.

Annemarie Opprecht lernte schon in jungen Jahren, an die Visionen ihrer Mitmenschen zu glauben. In ihrem Unterengstringer Heim tüftelte Ehemann Paul in den 1950er-Jahren nach Feierabend an seinen Erfindungen. Angestellt war der Ingenieur bei Brown Boveri (heute ABB) in Baden, weshalb ihm seine Basler Ehefrau als Braut einst ins Limmattal gefolgt war. Er wollte eine Dosen-Maschine entwickeln, die Konserven ohne Löten produzierte. Denn die bis dahin angewandte Löttechnik durfte neuerdings nicht mehr eingesetzt werden. Der Glaube an ihren Mann sollte Wirkung zeigen. Seine Erfindung ermöglichte ihm 1953 den Schritt in die Selbstständigkeit. Er gründete die Firma Soudronic, welche die Dosen- Schweissmaschinen erst in einer Garage in Dietikon, später wegen Ausbaubedarfs in Bergdietikon produzierte. Die Familie – fünf Kinder hatte das Paar insgesamt – zog nach. Die Kleinfirma im Reppischhof sollte sich zu einem weltweit tätigen Betrieb entwickeln, der mittlerweile 600 Angestellte und Niederlassungen auf allen Kontinenten zählt und seine Produkte in 120 Länder verkauft. Heute entwickelt und produziert Soudronic Widerstands- und Laserschweisssysteme und gehört zu den Marktführern der Metallverpackungsbranche.

Entscheidend für den Erfolg

«Soudronic war von Anfang an ein fortschrittliches Unternehmen», sagt Gemeinderätin Brigitte Diggelmann. Zu einer Zeit, als Pensionskassen noch nicht üblich waren, seien die Mitarbeiter bereits einer solchen angeschlossen gewesen. Auch Annemarie Opprecht habe immer einen guten Umgang mit der Belegschaft gepflegt. Sie war zudem manche Jahre für Korrespondenz und Kundenbetreuung im Betrieb zuständig. «Die grosse Leistung, die Paul Opprecht für das Unternehmen erbrachte, war nur durch die tatkräftige Unterstützung seiner Frau möglich. Sie hat viel zum späteren Erfolg der jungen Firma beigetragen, indem sie ihrem Mann immer Mut und Zuversicht erteilte», sagt Achermann.

Bergdietikon erlebte mit dem Zuzug der Opprechts und ihres Unternehmens, das Arbeitsplätze schuf, Steuereinnahmen generierte und den Namen Bergdietikon in die Welt hinaus trug, einen Aufschwung. Nach einem Schlaganfall 1985 zog sich Paul Opprecht aus dem Tagesgeschäft zurück, blieb aber weiterhin Eigentümer, bis er 1997 starb. Die Familie verkaufte nach seinem Tod das Unternehmen. Kurz zuvor wurde dem Paar die Ehrenbürgerschaft von Bergdietikon verliehen, über die sich Annemarie Opprecht, die sehr stolz auf ihre Gemeinde war, ungemein freute.

1992 hatte sie selbst eine erschütternde Diagnose erhalten. Sie litt an Parkinson. Fortan sollte sie mit der 1998 gegründeten Annemarie-Opprecht-Stiftung eine neue Vision unterstützen: Diejenige der Parkinsonforscher, die Krankheit eines Tages heilen zu können. «Zur Gründungszeit war unser Stiftungspreis von 100’000 Franken der höchstdotierte auf diesem Gebiet», sagt der Neurologe Hans-Peter Ludin, der bis 2008 im Stiftungsrat sass. Opprecht habe sich immer sehr für die Preisträger und deren Errungenschaften interessiert und den Preis persönlich übergeben, solange es ihr noch gut ging. Die eingereichten Projekte für den alle drei bis vier Jahre verliehnen Preis kommen aus der ganzen Welt.

Spende ermöglichte Kinderkrippe

2005 entschied Opprecht, der Bergdietiker Kinderkrippe durch eine grosszügige Spende den Startschuss zu ermöglichen. «Als arbeitende Mutter mit mehreren Kindern hat sie sich daran erinnert, wie schwierig die Vereinbarung von Arbeit und Familie ist», sagt Brigitte Diggelmann. Der gespendete Betrag von 775’000 Franken ermöglichte den Aufbau der Krippe und sicherte deren erste Jahre. «Das Thema Kinderbetreuung entsprach einem grossen Bedürfnis in der Gemeinde wie auch bei potenziellen Neuzuzügern», sagt Achermann. 2007 eröffnete die Krippe mit sechs Kindern in der ehemaligen Schulwartswohnung. Heute sind in der Kita, die sich inzwischen im Mehrzweckgebäude der Schule befindet, 44 Kinder angemeldet. Neben dem Krippenprojekt habe Opprecht ihr Leben lang zahlreiche weitere Spenden getätigt, sagt Diggelmann. Die meisten davon seien anonym erfolgt. Als Grande Dame habe sie das nicht an die grosse Glocke hängen wollen.

Limmattaler Zeitung vom 12. Januar 2017 (Flurina Dünki)

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