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14. März 2017

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Nur zwei machen weiter

Im Bergdietiker Gemeinderat stehen radikale Veränderungen an. Drei der fünf Exekutivmitglieder treten am 25. Juni bei den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr an.
Zu ihnen gehört der Gemeindeammann Gerhart Isler (Bürgerforum). Er habe schon von Beginn weg gesagt, er werde nur zwei Amtsperioden absolvieren, sagt Isler, der im Jahr 2009 in einer Kampfwahl den damaligen Ammann Paul Meier (FDP) besiegte. «Ich finde, acht Jahre sind genug», sagt er. Schliesslich werde er dieses Jahr 68 Jahre alt. «Es ist Zeit, jüngeren Kräften den Vortritt zu lassen.» Zudem wolle er auch wieder etwas mehr Zeit für seine anderen Aufgaben haben, sagt Isler, der weiterhin berufstätig bleibt. Er besitzt eine Immobilienfirma und hat drei Verwaltungsratsmandate. Zudem freue er sich auf mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys.

Die Grenzen der Demokratie

Über die letzten acht Jahre zieht Isler eine weitgehend positive Bilanz. Etwas habe ihn aber sehr irritiert, sagt er: «Es gibt einige Leute, die lügen, dass es dem Fass den Boden herausschlägt.» Er ertrage vieles und könne gut damit umgehen, dass man unterschiedlicher Meinung sei und mit harten Bandagen kämpfe. «Aber beim Lügen, da hört es bei mir auf.» Trotzdem: Alles in allem habe er viel Schönes erlebt und viel gelernt – gerade auch «über die Grenzen der Demokratie», sagt er. Zudem habe er das Meiste, das er sich bei seinem Antritt vorgenommen habe, erreicht. Die Gemeinde sei heute schuldenfrei, habe einen sehr tiefen Steuerfuss, stehe punkto Infrastruktur auf «höchstem Niveau». Nun sei es Zeit zu gehen.

«Das Klima ist rauer geworden»

Das ist es auch für Brigitte Diggelmann, die schon seit 16 Jahren Gemeinderätin ist. «Irgendwann hat man nicht mehr so viele neue Ideen», sagt sie. «Dann ist es Zeit, einer jüngeren Person Platz zu machen.» Alles in allem habe sie eine gute Zeit gehabt im Gemeinderat: «Wir haben viel erreicht. In einem Exekutivamt kann man wirklich etwas bewegen.» Am meisten freue sie sich über die Fortschritte im Bereich Kinderbetreuung.
Doch die Arbeit im Gemeinderat hat auch Spuren hinterlassen bei Diggelmann. Während des langen und oft gehässigen Streits um das Seniorenzentrum wurde sie oft angegriffen. In diesem Zusammenhang trat sie 2013 auch aus der FDP aus und politisierte fortan als Parteilose. Im Zusammenhang mit den «teilweise höchst unsachlichen und persönlichen Angriffen» habe sie sich von der FDP nicht unterstützt gefühlt, sagte sie damals. «Das Klima in der Politik ist viel rauer geworden», sagt Diggelmann auch heute. Sie wünsche sich wieder mehr Respekt und Anstand. Nun gehe sie mit dem berühmten lachenden und weinenden Auge, sagt die 62-Jährige. Und freue sich darauf, mehr Zeit mit ihrem Enkelkind verbringen zu können.
Der Dritte im Bunde, der sich Ende Juni verabschiedet, ist Urs Vogel (SVP). «Man soll aufhören, solange es noch Spass macht», sagt der 64-Jährige, der zwölf Jahre lang im Gemeinderat war – davon vier Jahre als Vize-Ammann. Er wolle nicht warten, bis die Leute langsam genug von ihm hätten, sagt er mit einem Lachen. Nächstes Jahr erreiche er zudem das reguläre Pensionsalter, sagt Vogel, der sich 2013 nach 30 Jahren als Betreibungsbeamter frühpensionieren liess. Er halte nicht viel davon, wenn man Ämter bis ins hohe Alter besetze. Die Zeit im Gemeinderat habe er geschätzt. Trotzdem werde er sie nicht vermissen, sagt er. Er freue sich auch auf mehr Freiheit und mehr Flexibilität beim Reisen.

Leute «stehen nicht Schlange»

Nochmals antreten wird Urs Emch (SVP), der erst eine Amtperiode hinter sich hat. «Die Aufgabe ist interessant und macht meistens Spass», sagt er. «Ich stelle mich gerne nochmals zur Verfügung.» Emch, der auch SVP-Präsident ist, betont, dass er noch nicht offiziell nominiert sei. Seine Partei werde, voraussichtlich Ende April, eine Versammlung einberufen, damit die Mitglieder gemeinsam über die Kandidaten entscheiden können. Klar ist: «Wir wollen die beiden Sitze behalten», sagt Emch. Das sei realistisch. Es sei aber bekanntlich auch nicht besonders einfach, Kandidaten für politische Ämter zu finden: «Die Leute stehen nicht gerade Schlange.»

Die Frage nach dem Präsidium

Auch Ralf Dörig (FDP), der ebenfalls seit vier Jahren im Amt ist, wird sich nochmals zur Verfügung stellen. Das Amt sei spannend und die Themenvielfalt gross, sagt er zu seiner Motivation. Zudem sei es ihm ein persönliches Anliegen, sich weiterhin für die Gemeinde einzusetzen. Auch Dörig muss von seiner Partei noch offiziell nominiert werden. Entscheiden werde die Mitgliederversammlung am 24. April, sagt FDP-Präsidentin Françoise Oklé. Motivierte und passende Personen zu finden, sei nicht einfach, sagt Oklé – insbesondere, da man gerne auch jüngere Kandidaten und Frauen aufstellen würde. Trotzdem: «Das Ziel ist, für den Gemeinderat wieder zwei Personen zu nominieren.»
Vom Bürgerforum ist mit grösster Wahrscheinlichkeit keine Kandidatur zu erwarten. «Bei uns ist niemand in Aussicht», sagt Isler.
Und das frei werdende Präsidium? Emch verrät, dass er sich vorstellen könnte, Gemeindeammann zu werden. Für ihn und Ralf Dörig sei klar, dass sie, angesichts der vielen Wechsel im Gremium, für Kontinuität sorgen müssten. Sie seien daher bereit, sich für das Amt des Gemeindeammanns und des Vize-Ammans zur Verfügung zu stellen, sagt Emch. Wer von beiden als Ammann kandidiere, sei jedoch noch nicht entschieden.

Limmattaler Zeitung vom 11. März 2017 (Bettina Hamilton-Irvine, Bild: zVg)

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