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Aktuelles: Bericht

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20. April 2017

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Egelsee motiviert zu schulischen Höchstleistungen

Ich bin Giulia Milesi, 21 Jahre alt, aufgewachsen in Bergdietikon und studiere an der Universität Zürich Wirtschaft und im Nebenfach Umweltwissenschaften. Im Fach Environmental History verfasste ich eine Semesterarbeit über das Naturschutzgebiet Egelsee. Der See begleitete mich schon seit meiner Chindsgi-Zeit, wo wir oft bräteln und schwimmen gingen. Aufgrund seiner Schönheit, aber auch aufgrund seiner Wichtigkeit in Bezug auf seine Flora und Fauna, wollte ich ihn mit dieser Arbeit abermals ins Bewusstsein der Einwohnerinnen und Einwohner des Limmattals rufen. Es ist nämlich interessant und nicht zu unterschätzen, welch grosse Wichtigkeit er früher, wie auch heute, in unserer Gesellschaft hat.

Durch zahlreiche Interviews mit Mitgliedern der Naturschutzgruppe Bergdietikon, Gemeindeangehörigen und langjährigen Einwohnern Bergdietikons fand ich einige interessante Fakten, die ich nun alle in meiner Semesterarbeit festgehalten habe.
Angefangen habe ich dabei mit der allgemeinen Entstehung des Sees. Gute Quellen bereits älterer Schularbeiten halfen mir, auch einen Teil der Entwicklung aufzuzeigen. Danach betrachtete ich seine Wichtigkeit nicht nur in Bezug zur heutigen Gesellschaft, sondern auch schon zu den Zeiten, als das Kloster Wettingen noch über das gesamte Gebiet herrschte. Auch hier fand ich Original-Quellen aus dieser Zeit.

Da der See immer intensiv genutzt wurde und dies sogar im Verlauf der Geschichte zunahm, setzte man den Egelsee und das umliegende Gebiet schon recht früh unter Naturschutz. Dies verdanken wir eigentlich dem Gemeinderat und der Egelseeschutzkommission (Landschaftskommission) von Bergdietikon, deren engagierte Mitglieder die Gemeinde und den Kanton darauf aufmerksam machten. Um diesen Schutz gänzlich zu gewähren, wurde das ganze Gebiet 1979 zu einem Schutzgebiet von kantonalem Interesse erhoben. Seit dieser Zeit sorgt auch ein Aufseher für Schutz und Ordnung. Interessanterweise fand ich einige Protokolle, in denen diese Personen laufend über ihre Tageskontrollen berichteten. Dies ermöglicht einen guten Vergleich zur heutigen Situation des Sees und der Gewohnheiten der Besucher.

Schon von den Mönchen geschätzt

Zum Schluss kann gesagt werden, dass der Egelsee in der heutigen Zeit dank des ausgesprochenen Naturschutzes geschützt wird. Schon zu vergangenen Zeiten wurde der See durch die Gesellschaft behütet, da er eine reichhaltige Ressource war. Dies schätzten schon die Mönche des Kloster Wettingens im Jahr 1311. Sogar bevor die Gemeinde Bergdietikon und der Grosse Rat ein Naturschutzgesetz über den Egelsee beschlossen hatten, wurde er wegen seiner schönen Natur und als Freizeitdestination von allen wertgeschätzt und sorgfältig behandelt.

Es ist unbedingt zu untermauern, dass der Ort ohne die erlassenen Gesetze und zahlreichen Aufsichtsbesuche nie so gut geschützt und kontrolliert werden könnte. Hätte man den Ort der Natur und seinen Besuchern überlassen, würde man meiner Meinung nach niemals diese wertvolle Natur bestaunen können. Er hätte den zahlreichen Ereignissen heutzutage und auch früher niemals so gut Widerstand halten können. In einer Zeit der Urbanisierung und der zunehmenden Bevölkerung ist es wichtig, solche Orte zu erkennen und zu schützen, um die Natur nicht zu beeinträchtigen, und sie für künftige Generationen in einem solch guten Zustand, wie wir ihn heute vorfinden, zu erhalten.

Der Egelsee und sein Naturschutz kann meiner Meinung nach als Paradebeispiel für die Symbiose von Mensch und Natur angesehen werden und sollte als gutes Beispiel für viele ähnliche Orte in der Region vorangehen. Mit meiner Semesterarbeit hoffe ich, den Bergdietikerinnen und Bergdietikern den See wieder etwas näherzubringen.

Giulia Milesi

Im Archiv des Dorfmuseums befinden sich zahlreiche Fotos und Dokumente zum Egelsee, die die Geschichte rund um das stille Gewässer illustrieren, insbesondere auch die in diesem Artikel angesprochenen älteren Arbeiten.
Sollten Sie aber selber noch Unterlagen, Fotos, Dokumente und Arbeiten zu diesem Thema besitzen – das Dorfmuseum ist dankbar für jeden Beitrag!

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