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2. März 2020

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Anwohner wehren sich gegen 5G-Antenne

In Bergdietikon macht sich in diesen Tagen Widerstand gegen die geplante 5G-Antenne bemerkbar. In mehreren Hauseingängen hängt ein Unterschriftenaufruf. Bereits im November, während der Auflagefrist des Bauprojekts, regte sich der Unmut gegen die neue Swisscom-Antenne im . In dieser Zeit gingen bei der Gemeinde zwei Einsprachen gegen das Baugesuch des Mobilfunkkonzerns ein.

Die Aussagen auf dem Blatt tönen happig: «Die Anlage ist stark gesundheitsgefährdend», «die geplante Antenne liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schule, Kindergarten, Turnhalle, Kita und Kiti», «der Landschaftsschutz ist nicht eingehalten» und «die Einhaltung der Grenzwerte ist nicht sichergestellt und die Verordnung über nichtionisierende Strahlung ist nicht eingehalten». Mit diesen Argumenten bitten drei Personen, die mit Initial und Nachnamen auf dem Schreiben aufgeführt werden, die Anwohner, «zum Schutz der Kinder und Anwohner» die Petition zu unterschreiben.

«Anlagen dort bauen, wo mobile Daten nachgefragt werden»

Die Swisscom schreibt auf Anfrage: «5G, wie wir es heute einführen, ist absolut vergleichbar mit früheren Technologien. Auch gelten nach wie vor die strengen Grenzwerte zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung – bei 5G genauso wie bei 4G und 3G.» Zudem seien die Grenzwerte in der Schweiz an Orten mit längerem Aufenthalt wie Schulen, Wohnungen oder Büros sogar deutlich strenger, als es die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt. Auch probiere die Swisscom die Antenne jeweils so gut wie möglich ins Ortsbild und die Landschaft zu integrieren. «Gleichzeitig müssen wir die Anlagen aber auch dort bauen, wo mobile Daten nachgefragt werden», so eine Mediensprecherin des Konzerns.

Die Petition ist nicht der einzige Widerstand gegen die geplante Antenne. Die Gemeinde Bergdietikon bestätigt, dass zwei Parteien innerhalb der Rekursfrist im November Einsprache gegen die neue 5G-Antenne erhoben hätten. «Nun soll in den nächsten Tagen eine Verhandlung zwischen dem Gesuchsteller Swisscom und den zwei Parteien stattfinden», sagt Gemeindeschreiber Patrick Geissmann. Danach werde sich die Baukommission und später der Gemeinderat mit dem Baugesuch auseinandersetzen. Ob der Gemeinderat die Mobilfunkanlage für rechtens befindet oder den Gegnern beipflichtet, kann Geissmann nicht beantworten. Er sagt einzig: «Der Gemeinderat wird sich auf die notwendigen Rechtsgrundlagen zur Beurteilung der baurechtlichen Belange stellen.» Die Unterschriften, die momentan gesammelt werden, müssen auch noch vom Gemeinderat beurteilt werden.

Bergdietikon ist nicht die einzige Limmattaler Gemeinde, die sich gegen den schweizweit laufenden Ausbau des 5G-Netzes wehrt. Der Verein «Stop 5G Urdorf» kämpfte letztes Jahr mit einer Petition gegen den Bau einer 5G-Antenne in Urdorf. Anfangs stellte sich der Urdorfer Gemeinderat hinter die Kritiker, sistierte zwei Baugesuche der Mobilfunkanbieter Swisscom und Salt und wollte einen Expertenbericht des Bundes über die Bedürfnisse und Risiken des künftigen Mobilfunks abwarten. Doch Ende Januar gab er bekannt, dass er die Sistierung aufhebt und das Baugesuch der Swisscom bewilligt. Der Grund dafür war, dass der Expertenbericht keine klaren Aussagen betreffend der Strahlengefährdung lieferte und das Baugesuch den gesetzlichen Vorschriften entsprach. «Wir sind wütend, traurig und fühlen uns verraten», sagte Jürg Elmiger im Namen von «Stop 5G Urdorf» Anfang Februar zur Limmattaler Zeitung.

5G-Antenne auf Schulareal in Baden

Andere Gemeinden nehmen die Sache gelassener. In Baden etwa stehen bereits zehn 5G-Antennen. Eine davon befindet sich auf dem Schulareal der Kantonsschule Baden und eine zweite ist auf dem Gelände der Wirtschaftsschule KV Baden in Planung. Für deren Schulleiter Jörg Pfister ist klar, dass es die neue Technologie braucht. Je mehr Schüler die Schule habe, desto mehr Daten würden verschickt. Derzeit überwiegen für den Rektor die Vorteile der neuen Mobilfunkgeneration. Pfister sagte zum «SRF»: «Sollte die Wissenschaft zeigen, dass man Bedenken haben sollte, dann müsste man die Situation neu beurteilen.»

Limmattaler Zeitung vom 28. Februar 2020 (Lydia Lippuner)

Bild: Adobe Stock

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