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26. Juni 2020

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Wie das Coronavirus den Alltag der KiBe Bergdietikon beeinflusst (hat)

Bereits im Februar 2020 hat man vom Coronavirus in den Medien gehört. Für die KiBe Bergdietikon, wie auch für viele andere, war das Virus damals noch weit weg. Nichtsdestotrotz konsultierten wir bald darauf regelmässig die Medienmitteilungen und die Meldungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Ende Februar erhielten wir von der Kibesuisse (Verband Kinderbetreuung Schweiz) und dem kantonsärztlichen Dienst erste konkrete Informationen bezüglich Umgang mit dem Coronavirus.

Wir haben innert kürzester Zeit umstrukturiert und unsere vorhandenen Hygieneregeln an die vom BAG empfohlenen Massnahmen angepasst. Am 25. Februar wurden die KiBe-Eltern erstmals über die neuen Hygienemassnahmen informiert und wir stellten in unseren Räumlichkeiten überall auf automatische Seifenspender um. Zudem wurden die heute bekannten Hinweistafeln zum richtigen Händewaschen aufgehängt und wir orientierten, dass Einweg-Papierhandtücher und Desinfektionsspender in Gebrauch sind.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, beschloss der Bundesrat am Freitag, 13. März dass ab Montag, 16. März der Schulbetrieb (Präsenzunterricht) eingestellt werde. Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat darauf empfohlen, dass Kinderbetreuungsinstitutionen unter Einhaltung der besonderen Hygienevorkehrungen und Verhaltensregeln ihren Betrieb uneingeschränkt aufrechterhalten sollen. Für uns war klar: Das Betreuungsangebot der KiBe soll nach wie vor im «Normalbetrieb» stattfinden. Eltern, die weiterhin zwingend auf eine familienergänzende Kinderbetreuung angewiesen waren, sollten unterstützt werden, und ferner sollte vermieden werden, dass Grosseltern über 65 Jahre Betreuungsaufgaben übernehmen und sich so einem Infektionsrisiko aussetzen würden.

Verschärfte Massnahmen

Die anschliessend vom Bundesrat beschlossenen verschärften Massnahmen und aber vor allem die Schliessung der Schulen hat die Betreuungssituation von vielen berufstätigen Eltern von einem Tag auf den anderen erschwert. Auch wir wurden vor ungewohnte Herausforderungen gestellt. Es folgte ein Wochenende mit sehr zeitaufwendigen organisatorischen Arbeiten: So mussten wir schnellstmöglichst klären, welche Kinder weiterhin in die KiBe kommen und welche Kinder per sofort zu Hause betreut würden. Zahlreiche SMS und E-Mails mussten beantwortet und koordiniert werden. Ebenfalls mussten wir abklären, wer von unseren Mitarbeitenden zur Risikogruppe gehört und demzufolge nicht mehr arbeiten konnte. Aufgrund reduzierter Kinderzahl und reduziertem Personal erstellten wir einen komplett neuen Arbeitsplan. Die erweiterten Hygiene- und organisatorischen Massnahmen kommunizierten wir schnellstmöglich den Eltern. Die Eltern wurden aufgefordert, sich neu vor dem Eintritt in die KiTa- und Hort-Räumlichkeiten die Hände in den MGS-Toiletten im Foyer gründlich zu waschen oder zumindest zu desinfizieren. Als weitere interne Massnahme wurde die Frequenz des Putzens von neuralgischen Sachen (z.B. Türgriffe) erhöht.

Als die Schweiz wegen des geltenden Notrechts vielerorts stillstand, ging es für unsere Mitarbeitenden mehr oder weniger wie gewohnt mit der Betreuung weiter. Jedoch mussten auch wir Kurzarbeit anmelden, da im Hort kaum noch Kinder zu betreuen waren (nur noch ca. sechs Kinder pro Tag). In der KiTa war der Einbruch der Kinderzahlen nicht so hoch. Während der ganzen Zeit, bis zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts am Montag, 11. Mai, waren wir mit einem ständigen Wechsel der Kinderzahlen konfrontiert, was sehr viel Organisationstalent abverlangte.

Im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebs am 11. Mai informierten wir die Eltern, dass auch wir weitere Schutzmassnahmen getroffen und ein Schutzkonzept erarbeitet hatten. Viele Abklärungen und Anpassungen von Abläufen waren nötig, um die Vorschriften und Massnahmen der «normalen» Anzahl an zu betreuenden Kindern einhalten zu können. Neu für die Hort-Kinder ist z.B., dass die Betreuungspersonen das Mittagessen schöpfen und dass die älteren Kinder in einem separaten Raum und die jüngeren Kinder an die Tische in der Aula verteilt werden. Neu sitzen maximal vier bis fünf Kinder an einem Tisch.

Systemrelevant

Leider mussten und müssen wir aufgrund der ganzen Corona-Situation auch einige Veranstaltungen absagen: zum einen unser traditionelles KiBe-Schlafen im Juni mit anschliessendem Familien-Brunch am Samstagmorgen und unser im August geplantes grosses Jubiläumsfest, welches wir auf das nächste Jahr verschieben. Wir hoffen alle, dass wir bald zu unserem normalen Alltag zurückkehren und unser normales Jahresprogramm wieder durchführen können.

Trotz allem können wir aber auch ein positives Fazit ziehen: Es ist breiten Kreisen bewusst geworden, dass es die ausserfamiliäre Kinderbetreuung für eine funktionierende Gesellschaft braucht – sie ist «systemrelevant». Wir haben auch viele positive Rückmeldungen erhalten. Zudem sind wir auf eine extreme Solidarität gestossen, und alle haben mitgeholfen, wo sie nur konnten. Ein grosses Dankeschön sprechen wir dem ganzen KiBe-Team aus: Alle waren in dieser Zeit trotz der erschwerten Umstände immer mit voller Begeisterung bei der Arbeit und zeigten grosse Flexibilität. Ein weiteres herzliches Dankeschön sprechen wir unserem Präsidenten Hans-Jürg Roth und unserer Vize-Präsidentin Françoise Oklé aus: Sie waren in dieser Zeit stets für uns da und haben sich tatkräftig für die KiBe eingesetzt.

Der «KiTi» wird zum «Hort»

Anmerkung: Vielleicht haben Sie beim Lesen bemerkt, dass wir neu den Begriff «Hort» und nicht mehr «KiTi» (Kindertisch) verwenden. Seit der Gründung des Kindertisches sind nun 15 Jahre vergangen. Heute bieten wir nicht nur Mittagessen, sondern eine allumfassende Tagesbetreuung inkl. Ferienbetreuung an. Die Bezeichnung «Hort» ist daher viel passender und auch allgemein bekannt. Wir haben uns deshalb zusammen mit dem Elternbeirat der KiBe entschieden, neu nur noch den Begriff «Hort» zu verwenden. Unsere Unterlagen werden wir nun laufend anpassen und entsprechend umbenennen.

Das KiBe-Leitungsteam
Sandra Parolini, Bettina Bigler und Gabriela Zandah


Bericht: Verein Kinderbetreuung Bergdietikon

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