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5. Oktober 2022

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K412-Ausbau und BDB-Doppelspur: Umleitung soll durch die 30er-Zone

Die Verkehrsprojekte machen eine Umleitung über die Dietiker Hasenbergstrasse und das untere Bergdietikon nötig. Die Route soll durch eine schmale Dorfstrasse führen. Der Dietiker Stadtrat warnt vor Verkehrsüberlastungen.

Als der breiten Öffentlichkeit im Frühling bekannt wurde, dass der Aargau die Strasse K412 zwischen Bergdietikon und Widen ausbauen will, ging ein Raunen durch die Region. Dass die holprige K412 aus Sicherheitsgründen saniert werden soll, trifft noch am ehesten auf Verständnis. Sauer stösst aber manchen auf, dass die Strasse – auch der Sicherheit zuliebe – zudem verbreitert und das Tempolimit in der Haarnadelkurve ob Gwinden von 40 auf 60 km/h erhöht werden soll. Wird die K412 so noch attraktiver als Route vom Reuss- ins Limmattal, die mitten in die Stadt Dietikon führt?

«Eine breitere und schnellere Strasse lädt ein, mehr benutzt zu werden», zeigte sich der Dietiker Mitte-Gemeinderat Gabriele Olivieri überzeugt. Er wandte sich an den Stadtrat. Zusammen mit 23 weiteren Gemeinderatsmitgliedern von Mitte, SVP, FDP, EVP, GLP, Grüne und SP reichte er eine Interpellation ein. Nun hat der Stadtrat geantwortet.

Stadt Dietikon ist nicht involviert, aber informiert

Die Antwort macht klar, dass der Aargau die Stadt Dietikon im Projekt K412 nicht involviert hatte; er war nicht dazu verpflichtet. Das Komitee «Vorwärts Limmattal», das Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) präsidiert, tausche sich aber regelmässig über Projekte in Bergdietikon und Spreitenbach aus und Dietikon sei so informiert.

Laut neusten Angaben startet der Ausbau der K412 Ende 2024; er dauert gemäss Informationen der «Limmattaler Zeitung» voraussichtlich bis 2026. Dieser Zeitplan gibt zu reden, da gleichzeitig auf Dietiker Gebiet die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BDB) der Aargau Verkehr AG (AVA) auf Doppelspur ausgebaut wird. Laut dem Dietiker Stadtrat geschieht dies ab Herbst 2023. Diese Baustelle dauert laut dem Zürcher Regierungsrat zweieinhalb Jahre, also bis 2026. Die Zeitangaben seien nicht definitiv, sondern optimistische Prognosen, hält der Dietiker Stadtrat fest. Denn die Genehmigungsverfahren stünden noch aus. Der Stadtrat sagt zudem, die BDB-Baustelle beginne vor der K412-Baustelle und werde erst nach dieser fertig. Olivieris Hoffnung, dass die BDB-Baustelle fertig ist, bevor die K412-Baustelle startet, dürfte also nicht erfüllt werden.

«Umleitungskonzepte nicht aufeinander abgestimmt»

Der Stadtrat hat sich damit auseinandergesetzt, dass die Baustellen gleichzeitig laufen, und «hat festgestellt, dass die beiden Umleitungskonzepte nicht aufeinander abgestimmt sind und ein Überlastungspotenzial besteht». So schreibt es der Stadtrat in seiner Antwort.

Dazu muss man wissen: Während den K412-Bauarbeiten werden auf dem betroffenen Abschnitt voraussichtlich nur Anwohner und Zubringer verkehren dürfen. Der Verkehr, der normalerweise von der K412 über die Bergdietiker nach Dietikon hinunterfliesst, wird also stattdessen in Widen zur Mutschellenkreuzung und dann die Bernstrasse hinabfahren. So sieht es die Umleitung offenbar vor. Umgekehrt gilt das Gleiche für die Gegenrichtung. Von der auch ohne diesen Umleitungsverkehr schon stark befahrenen Bernstrasse können Autos dann im Tal unten nicht in die Bremgartnerstrasse abbiegen und nach Dietikon hinein fahren – wegen der BDB-Baustelle. Quo vadis also?

Für die BDB-Baustelle ist folgende Umleitung vorgesehen: Statt von Dietikon her über die Bremgartner- auf die Bernstrasse zu gelangen, soll der Verkehr über die in Dietikon und die sowie die in Bergdietikon auf die Bernstrasse gelangen – und umgekehrt. Das heisst: Der Verkehr von K412 und Bernstrasse wird durch den Bergdietiker Ortsteil Baltenschwil umgeleitet. Die Baltenschwilerstrasse ist schmal und es gilt Tempo 30; die Polizei kontrolliert dies jeweils rund achtmal pro Jahr mittels Blitzer.

«Gefahr von Überlastungen innerhalb Bergdietikon»

Der Stadtrat ist überzeugt: Wenn der Umleitungsverkehr zusammengefasst über Baltenschwil nach Dietikon fliessen soll, «besteht die Gefahr von Verkehrsüberlastungen innerhalb der Gemeinde Bergdietikon». Für das Stadtgebiet erwartet der Stadtrat keine negativen Auswirkungen. Aber: Mehr Verkehr auf der Dietiker Hasenbergstrasse sei «absehbar».

«Die Umleitungskonzepte sind aufeinander abzustimmen und Massnahmen sind vorzusehen, die den Umleitungsverkehr priorisieren und ohne Kapazitätsengpässe durch Bergdietikon durchleiten», schreibt nun der Stadtrat. Das ist eine Forderung an die kantonalen Planer.

Weiter sei das Umleitungskonzept der BDB-Baustelle «in der Pflicht, den Mehrverkehr und die Mehremissionen so verträglich wie möglich zu gestalten». Die Stadt setze sich beim Kanton dafür ein, «dass die Baustellentätigkeit die geringstmöglichen Auswirkungen auf den Verkehr in der Stadt hat».

Limmattaler Zeitung vom 4. Oktober 2022 (David Egger)

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